Praktikantin im Visier

Spionageverdacht bei der Nato – Festnahme in Belgien


27.07.2026 – 17:36 UhrLesedauer: 1 Min.

Nato-Flagge am Shape-Hauptquartier (Archivbild): Hier soll es zu einem Spionage-Fall gekommen sein. (Quelle: YVES BOUCAU/imago)

Eine kanadische Praktikantin am Nato-Hauptquartier ist wegen des Verdachts der Spionage festgenommen worden. Die Nato gibt sich unbeeindruckt.

Eine kanadische Staatsbürgerin, die Praktikantin am militärischen Nato-Hauptquartier Shape im belgischen Mons war, wurde wegen des Verdachts der Spionage festgenommen worden. Wie die belgische Staatsanwaltschaft mitteilte, wird der Frau mit chinesischen Wurzeln vorgeworfen, im Auftrag eines nicht näher benannten Drittlandes spioniert zu haben. Zudem steht sie im Verdacht, Mitglied einer kriminellen Vereinigung zu sein.

Weitere Einzelheiten zu den Vorwürfen oder zur Identität der Verdächtigen veröffentlichten die Behörden zunächst nicht.

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Durchsuchungen vor der Festnahme

Nach Angaben der belgischen Bundesstaatsanwaltschaft war die Praktikantin ins Visier der Sicherheitsbehörden geraten. Die Polizei durchsuchte demnach am Donnerstag ihre Wohnung und ihren Arbeitsplatz. Am Freitag ordnete ein Ermittlungsrichter ihre Festnahme an.

Die Ermittlungen dauern an. Zu möglichen Erkenntnissen über den Umfang der mutmaßlichen Spionagetätigkeit machten die Behörden zunächst keine Angaben.

Nato sieht keine Auswirkungen

Das Nato-Hauptquartier Shape bestätigte den Fall. Sprecher Martin O’Donnell erklärte, derzeit gebe es „keine Anzeichen dafür, dass die Einsatzbereitschaft der Nato, die Kommando- und Kontrollstrukturen oder laufende Aufgaben beeinträchtigt wurden“.

Um welches Drittland es sich bei den Spionagevorwürfen handeln soll, teilten die belgischen Behörden nicht mit.

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