Wie erheblich in dieser Saison die Gefahr ist, verdeutlichen Zahlen aus Österreich. Dort starben bisher 26 Menschen in Lawinen, darunter waren vier Deutsche, wie das Österreichische Kuratorium für Alpine Sicherheit (ÖKAS) mitteilte.

Die Zahl der Opfer liege deutlich über dem langjährigen Durchschnitt. Besonders unfallträchtig sei der Zeitraum vom 15. bis 24. Februar mit 14 Getöteten gewesen.

Das ÖKAS mahnte: „Obwohl vor diesen Lawinenzeiten gewarnt wird und die erhöhte Lawinengefahr bekannt ist, scheint das persönliche Risikomanagement an diesen Tagen bei manchen zu versagen.“ Die immer bessere Ausrüstung gerade für den Notfall biete keinen kompletten Schutz.

Für die Angehörigen der Toten oder für die Verletzten kann die Bergung aus einer Lawine teuer werden. In Österreich stellen die verschiedenen Flugrettungen mit ihren Notarzthubschraubern, der Bergrettungsdienst und oft auch die Alpinpolizei ihren Aufwand in Rechnung. Der Einsatz eines Rettungshubschraubers schlägt durchschnittlich mit 5.000 bis 6.000 Euro für 40 Minuten zu Buche.

Auch in Deutschland ist die Lawinengefahr nach einem zunächst schneearmen Winter zuletzt deutlich gewachsen. Die Ursachen: erst Neuschnee und dann Sonne.

Dem bayerischen Lawinenwarndienst zufolge können sich Lawinen in höheren Lagen vor allem in der Sonne von selbst lösen oder durch geringe Zusatzbelastung ausgelöst werden. In mittleren Lagen sei mit nassen Lawinen zu rechnen.

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