Bis 2032
Münchens SPD will den Chefsessel im Rathaus zurückerobern
10.07.2026 – 04:38 UhrLesedauer: 2 Min.
Trotz mehrerer Wahlpleiten will Münchens SPD-Chef Köning weitermachen – und nennt nun erstmals ein Datum, an dem die SPD das Rathaus zurückholen will.
Der Münchner SPD-Vorsitzende Christian Köning hat erstmals ein konkretes Ziel für die Rückkehr seiner Partei ins Oberbürgermeisteramt genannt. Sein Verständnis als Parteivorsitzender sei es, den demokratischen Prozess für eine OB-Kandidatur zu gestalten und das Amt 2032 für die SPD zurückzugewinnen, sagte Köning in einem Interview mit der „Abendzeitung“.
Köning ist seit vier Jahren Chef der Münchner SPD und will sich am Samstag auf einem Parteitag erneut zur Wahl stellen. Bemerkenswert ist das, weil die SPD in München zum ersten Mal seit mehr als 40 Jahren nicht mehr den Oberbürgermeister stellt. Neuer Rathauschef ist der Grünen-Politiker Dominik Krause, die SPD regiert seither als Juniorpartner in einer Koalition mit Grünen, FDP und Freien Wählern.
Wirtschaftsreferent Christian Scharpf könnte OB-Kandidat werden
Die Verantwortung für die Wahlniederlage habe Spitzenkandidat Dieter Reiter übernommen, sagte Köning. Debatten um dessen persönliche Glaubwürdigkeit hätten Folgen für das Ergebnis gehabt. Es ist aber nicht die erste Niederlage, seit Köning Parteichef ist: Auch bei der Landtags- und der Bundestagswahl schrumpfte die Partei. Den Verlust des OB-Amts will Köning dennoch als Chance verstehen und mit den fast 40 Ortsvereinen neue Strategien entwickeln.
Einen Gegenkandidaten für den Parteivorsitz hat Köning nach eigenen Angaben nicht. Als mögliche künftige OB-Kandidaten brachte er Wirtschaftsreferent Christian Scharpf und Bürgermeisterin Verena Dietl ins Spiel. Auf die Nachfrage, ob er selbst ein möglicher Kandidat sei, antwortete er ausweichend: „Das ist kein Nein.“ Er habe auf diese Frage noch nie mit Nein geantwortet und habe das auch nicht vor.
Welche Rolle Dieter Reiter künftig spielen werde, ließ Köning offen. Auf Parteitagen Reden zu halten, könne er sich gerade nicht vorstellen. Reiter selbst habe bei seiner Verabschiedung gesagt, dass er sich eher nicht mehr einmischen und keine öffentlichen Ratschläge erteilen wolle – weil Ratschläge immer auch Schläge seien.










