Wahlkampf
Ein Bach an der Königstraße? SPD will Tor zur Innenstadt umbauen
24.02.2026 – 19:00 UhrLesedauer: 3 Min.
Mehr Grün: Mit einer 62-Millionen-Euro-Vision für die Königstraße macht die SPD die Zukunft der Innenstadt zum Wahlkampfthema. Sie möchte einen Bach durch die Innenstadt.
Mitten im Endspurt des Kommunalwahlkampfs präsentiert die Nürnberger SPD ihre Vision für einen schöneren Eingang zur Altstadt. Grün, Wasser und mehr Aufenthaltsqualität sollen die Innenstadt retten.
Am Dienstag hat Oberbürgermeisterkandidat Nasser Ahmed (SPD) am Eingang der Königstraße in Nürnberg seine Pläne für einen grundlegenden Umbau der Innenstadt vorgestellt. Er spricht von einem „nicht würdigen Eingang“ zur größten zusammenhängenden Fußgängerzone Europas. Täglich kämen Zehntausende Menschen vom Hauptbahnhof in die Altstadt, jedes Jahr Millionen. Doch der erste Eindruck sei „relativ trostlos“.
Die Innenstadt sei das Herz Nürnbergs, sagt Ahmed – „man könnte sagen, dieses Herz hat gerade Herzrhythmusstörungen“. Es brauche eine „Reanimation“ und einen neuen Aufschlag.
Eine KI-Animation zeigt, wie sich die SPD die Zukunft vorstellt: mehr Bäume, mehr Schatten, Sitzgelegenheiten, Wasserflächen, sogar ein offengelegter Bachlauf. Ahmed betont, es handle sich um eine Visualisierung, um zu zeigen, „in welche Richtung es gehen soll“. Nürnberg habe mehrere verrohrte Bäche in der Altstadt, „wir wollen die wieder nach oben holen“. Angesichts zunehmender Hitzeperioden brauche es eine „grüne Infrastruktur“ und das Prinzip der Schwammstadt. Er nennt das „Innenstadtoffensive für den Erlebnisraum Altstadt“.
Ahmed grenzt sich scharf von der CSU ab. Deren Vision reiche bis 2050, das sei „nicht ambitioniert genug“. In den Haushaltsplänen der kommenden fünf Jahre sei für die Königstraße „kein Cent“ vorgesehen, sagt der OB-Kandidat, der den amtierenden König herausfordert. Das sei eine „vergebene Chance“. Ahmed will ein Update der Innenstadt sehr viel früher.
Wie realistisch all das ist? „Es ist weit gedacht“, antwortet Ahmed auf Nachfrage der Nürnberger Lokalredaktion von t-online, „aber es ist realistisch möglich“. Und das eben sehr viel früher als 2050.










