Der Nationalpark Picos de Europa liegt zwischen der Nordküste Spaniens und dem rauen Landesinneren und wurde gerade von Time Out zum schönsten Ort der Welt gekürt.

Das Ranking, das auf Stimmen von Reiseexperten und Autoren basiert, platziert diese dramatische Bergkette vor einigen der meistfotografierten Reiseziele der Welt. Doch für viele Reisende bleibt es noch relativ unter dem Radar.

Der Park erstreckt sich über Asturien, Kantabrien und Kastilien und León und zeichnet sich durch scharfe Kalksteingipfel, tiefe Schluchten und Alpenseen aus.

Durch Flüsse in drei verschiedene Gebirgsmassive eingeschnitten, bietet es eine Landschaft, die sowohl riesig als auch überraschend zugänglich wirkt.

Ed Cunningham von Time Out beschrieb die Picos als „Wunder der Geographie“, das für „Szenen von außergewöhnlicher Schönheit“ sorgt.

Einer der berühmtesten Spaziergänge Spaniens

Eine Hauptattraktion im Park ist die Ruta del Cares, die oft als einer der spektakulärsten Wanderwege Spaniens beschrieben wird.

Der Weg führt durch die Cares-Schlucht und folgt einem schmalen, in die Felswand gehauenen Weg mit steilen Abhängen und Panoramablicken.

Laut Tripadvisor haben das Gelände und die Flusstäler des Parks einige der berühmtesten Wanderrouten des Landes geformt und sowohl erfahrene Wanderer als auch Gelegenheitsbesucher angezogen.

Für etwas weniger Anspruchsvolles bieten die Covadonga-Seen eine einfachere Möglichkeit, die Landschaft zu genießen.

Diese Gletscherseen liegen hoch in den Bergen und gehören zu den meistfotografierten Orten in Nordspanien.

Seilbahnen, Dörfer und lokales Essen

Nicht der gesamte Park muss zu Fuß erkundet werden. Die Seilbahn Fuente Dé bringt Besucher in nur wenigen Minuten über 750 Meter in die Höhe und eröffnet einen weiten Blick auf die umliegenden Gipfel ohne langen Aufstieg.

In tieferen Lagen bieten traditionelle Dörfer wie Potes einen Ausgangspunkt für Erkundungen. Enge Gassen, Steinhäuser und kleine lokale Restaurants vermitteln einen Eindruck vom Alltag in der Region.

Auch das Essen gehört hier zum Erlebnis. Die Gegend ist bekannt für herzhafte Berggerichte und kräftige Käsesorten wie Cabrales, der in nahegelegenen Höhlen reift und einen unverwechselbaren Geschmack hat, der vom lokalen Klima geprägt ist.

Wildtiere und ruhige Zufluchtsorte

Trotz ihrer wachsenden Bekanntheit bieten die Picos de Europa immer noch ein Gefühl der Ruhe.

Besucher können Gämsen beobachten, die steile Hänge erklimmen, oder Greifvögel, die über den Tälern kreisen.

Aufgrund der Größe des Parks ist es insbesondere außerhalb der Hochsommermonate möglich, sich von belebteren Aussichtspunkten zu entfernen und ruhigere Wege zu finden.

Der Park ist von Städten wie Santander und Oviedo aus innerhalb weniger Stunden mit dem Auto erreichbar.

Es gibt öffentliche Verkehrsmittel, aber mit dem Auto lassen sich auch entlegenere Gebiete leichter erreichen.

Als beste Reisezeit gelten oft der Frühling und der Frühherbst, da die Temperaturen milder sind und es weniger Menschenmassen gibt.

Der Sommer bringt klareren Himmel, aber auch mehr Besucher, insbesondere an wichtigen Orten wie den Covadonga-Seen.

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