Spaniens Premierminister Pedro Sánchez sagte, seine Regierung werde 5 Milliarden Euro mobilisieren, um die Wirtschaft vor den Auswirkungen des Krieges im Iran zu schützen.

„Der Krieg wird die Spanier fünf Milliarden Euro kosten“, sagte er und fügte hinzu, dass bei Bedarf zusätzliche Ressourcen eingesetzt werden könnten.

Das Paket soll rund 20 Millionen Haushalte und 3 Millionen Unternehmen unterstützen. Auch wenn dadurch die Auswirkungen des Konflikts nicht vollständig ausgeglichen werden, hofft die Regierung, dass dadurch der wirtschaftliche Schlag abgemildert wird.

Sánchez sagte auch, dass die Maßnahmen den energieintensiven Industrien bis zu 200 Millionen Euro einsparen werden.

Zu den wichtigsten Maßnahmen gehört eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Kraftstoff von 21 % auf 10 % sowie eine Senkung der Verbrauchsteuern auf Kohlenwasserstoffe, um die Kosten für Benzin und Diesel angesichts des anhaltenden Drucks auf den Energiemärkten zu senken.

Außerdem wird die Mehrwertsteuer auf Erdgas auf 10 % gesenkt, während der Einzelhandelspreis für Butan und Propan eingefroren wird. Durch die Senkung der Mehrwertsteuer auf Benzin wird für einige Kraftstoffe eine Reduzierung um rund 0,30 Euro pro Liter erwartet.

Das Paket umfasst auch Maßnahmen, die auf den Energieverbrauch der Haushalte abzielen. Die Mehrwertsteuer auf Strom und Gas wird auf 10 % gesenkt. Auch eine weitere indirekte Abgabe auf Strom wird gesenkt; Die Steuer von 5 % ist in den Verbraucherrechnungen weithin enthalten, wird jedoch von Energieunternehmen an das Finanzministerium gezahlt.

Darüber hinaus wird die Regierung die Steuer auf den Wert der Stromproduktion vorübergehend aussetzen, um die Systemkosten zu senken und zu verhindern, dass sie auf die Verbraucher abgewälzt werden.

Steuersenkungen und stärkerer sozialer Schutz

Die Regierung plant außerdem, eine Reihe sozialer Maßnahmen wiederzubeleben, die zuvor nicht vom Parlament verabschiedet wurden. Das aktuelle Paket umfasst eine Stärkung der subventionierten Stromunterstützung für gefährdete Haushalte und ein Verbot, den am stärksten gefährdeten Haushalten die Wasser- oder Energieversorgung zu verbieten.

Allerdings wird das Dekret vorerst keine Wohnungsbaumaßnahmen wie Mietdeckel oder Hypothekenunterstützung umfassen, trotz Forderungen der spanischen linken politischen Koalition Sumar.

Das Paket, das vom Kongress genehmigt werden muss, zielt darauf ab, den Energieschock abzumildern und seine Auswirkungen auf die Inflation einzudämmen.

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