Die Beweise für die Immobilienkrise, die Spanien derzeit durchmacht, sind für alle deutlich zu erkennen. Auf dem Mietmarkt der kumulierte Anstieg seit 2022 beträgt rund 30 %nach Angaben der GUS, während Wohnungsbau – PwC-Daten – liegen seit 2010 auf einem Tiefststand, mit durchschnittlich 83.000 Wohnungen pro Jahr, verglichen mit durchschnittlich 315.000 zwischen 1970 und 2010. Darüber hinaus der Bestand an Sozialwohnungen ist laut der Bank von Spanien eindeutig unzureichend: zwischen 1,5 % und 3,3 % des Gesamtbetrags, verglichen mit einem EU-Durchschnitt von 9,3 %.
Mittlerweile werden sogar warnende Stimmen aus dem Immobiliensektor selbst laut, der von Plattformen wie der Mietervereinigung heftig kritisiert wird, weil er nicht entschieden gegen Geierfonds oder Zwangsräumungen schutzbedürftiger Menschen vorgeht. Das Immobilienportal Fotocasa, das als Vermittler für Verkäufe und Vermietungen fungiert, schätzt, dass Spanier, die ihre Häuser vermieten, im Jahr 2025 durchschnittlich 50 % ihres Gehalts für die Miete ausgaben.
Diese Zahlen, berechnet anhand der durchschnittlichen ausgeschriebenen Gehälter in Stellenangeboten, die auf der InfoJobs-Plattform veröffentlicht wurden – eine Momentaufnahme, die nicht sehr realistisch ist – sind höher als die in ähnlichen Studien ermittelten Zahlen. Die Denkfabrik Funcas (Quelle auf Spanisch) glaubt, dass junge Menschen, eine der am stärksten betroffenen Gruppen, Geld ausgeben rund 35 % ihres Budgets: immer noch zwei Prozentpunkte über dem Maximum, das Ökonomen üblicherweise für solche Kosten empfehlen, also höchstens ein Drittel des Einkommens.
Fotocasa berechnet, dass der Anteil der Miete am Durchschnittsgehalt von 38 % im Jahr 2019 auf 50 % im Jahr 2025 gestiegen ist, und berücksichtigt dabei auch die Unterschiede zwischen den Regionen Spaniens: von die schätzungsweise 29 % für Einwohner der Extremadura auf 71 % für diejenigen, die in Madrid leben. In der übrigen Rangliste der autonomen Gemeinschaften ist das Muster ähnlich, wobei die Bewohner der üblichen Verdächtigen, des Baskenlandes, der Kanarischen und Balearen, Kataloniens und der Region Valencia, am meisten zahlen.
Im Gegensatz dazu ist die Provinzen, deren Einwohner den geringsten Teil ihres Bruttolohns aufwenden Zu vermieten sind Jaén (23 %), Teruel (25 %), Cáceres (27 %), Ciudad Real (28 %), Albacete (29 %), Ourense (29 %), Badajoz (29 %), Córdoba (29 %), Palencia (30 %) und Castellón (31 %).









