Fußball-WM
Torwart-Drama in letzter Minute bei Spanien-Sieg
Aktualisiert am 10.07.2026 – 23:05 UhrLesedauer: 3 Min.
Im WM-Viertelfinale zwischen Spanien und Belgien sah es schon nach Verlängerung aus. Doch ein ganz spätes Tor brachte doch noch die Entscheidung.
Spanien steht im Halbfinale der Fußball-WM. Im Viertelfinale gegen Belgien setzte sich der Europameister durch ein ganz spätes Tor von Mikel Merino in der 88. Minute mit 2:1 (1:1) durch. Zuvor hatte Fabián Ruiz die Spanier in der 30. Minute in Führung gebrachte, Belgien hatte durch Charles De Ketelaere in der 41. Minute ausgeglichen. Es war der erste Gegentreffer für die Spanier im laufenden Turnier.
Besonders bitter für Belgien: Dem entscheidenden Tor war ein Patzer von Ersatztorwart Senne Lammens vorausgegangen. Der erst kurz zuvor für den verletzten Thibaut Courtois eingewechselte Schlussmann ließ einen Distanzschuss nach vorne vor die Füße Merinos abprallen.
Im Halbfinale spielen die Spanier gegen Frankreich um das Ticket für das Endspiel.
So lief das Spiel
Spaniens Trainer Luis de la Fuente setzte Pedri vor zahlreichen Promis wie den Schauspielern Brad Pitt, Penélope Cruz und Javier Bardem unter den 70.492 Zuschauern auf die Bank und brachte dafür Ruiz von Beginn an. Der Profi von Paris Saint-Germain dankte es mit dem Tor zum 1:0, als er aus etwa sieben Metern abstaubte. Thibaut Courtois hatte zuvor einen Schuss von Dani Olmo nur abklatschen können und war dann beim Nachschuss chancenlos.
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Spanien belohnte sich damit für die deutlich größeren Spielanteile, die besseren Chancen und den erdrückenden Ballbesitz gegen die Belgier, die schwer ins Turnier gefunden und erst beim 4:1 im Achtelfinale gegen Co-Gastgeber USA erstmals überzeugen konnten. Schon nach einer Viertelstunde hatte Spanien doppelt so viele Pässe gespielt wie Belgien, das kurzfristig den Ausfall von Youri Tielemans verkraften musste.
Der 29 Jahre alte Mittelfeldspieler von Aston Villa hatte sich beim Aufwärmen verletzt und wurde durch Hans Vanaken vom FC Brügge ersetzt. Auch Kevin De Bruyne kam zurück ins Team, beim 4:1 gegen die USA war er gar nicht eingesetzt worden. Den größten Einfluss aufs belgische Spiel aber hatte Jeremy Doku, der als dritte Veränderung in der Startelf immer wieder durch Dribblings für Stress in der bislang so sattelfesten spanischen Defensive sorgte.
Auch beim Ausgleich hatte die belgische Nummer 11 dann ihre Füße im Spiel, über De Bruyne und Timothy Castagne landete der Ball schließlich bei De Ketelaere. Sein Kopfballtor beendete die gegentorlose Zeit von Simon nach 649 Minuten. Den WM-Rekord des Italieners Walter Zenga (517 Minuten) hatte der Spanier schon im Sechzehntelfinale gegen Österreich übernommen.
