Einem Krankenhaus in Spanien ist ein bedeutender medizinischer Durchbruch gelungen, indem es die weltweit erste Gesichtstransplantation mit Gewebe eines Spenders durchführte, der beim Sterben medizinisch unterstützt wurde – ein Verfahren, das in Spanien seit 2021 legal ist.

Die Operation wurde im Universitätskrankenhaus Vall d’Hebron in Barcelona an einem Patienten durchgeführt, der aufgrund einer Infektion eine schwere Schädigung des Gesichtsgewebes erlitten hatte, die wesentliche Funktionen wie Atmung, Essen und Sprechen beeinträchtigte.

Die Transplantation ermöglichte eine teilweise Rekonstruktion des Gesichts der Patientin und leitete ihre funktionelle Genesung ein.

Der Spender hatte zuvor seine Einwilligung zur Organ- und Gewebespende im Anschluss an die medizinisch unterstützte Sterbehilfe dokumentiert. Diese Vorabeinwilligung ermöglichte es den Ärzteteams, sich umfassend auf die komplexe Operation vorzubereiten, einschließlich der genauen Abstimmung und Vorbereitung der Gesichtstücher.

Dr. Joan Pere Barret, Leiterin der Abteilung für Plastische Chirurgie und Verbrennungen in Vall d’Hebron, leitete das Operationsteam aus fast 100 medizinischen Fachkräften, darunter Chirurgen, Anästhesisten, Krankenschwestern und Spezialisten für Mikrochirurgie, Immunologie und psychische Gesundheit.

Seiner Meinung nach erfordert diese Art von Operation eine umfassende Vorbereitung und lebenslange Nachsorge, da es um die Transplantation von Haut, Muskeln, Nerven und Knochenstrukturen sowie eine kontinuierliche immunsuppressive Medikation geht, um eine Gewebeabstoßung zu verhindern.

Das Krankenhaus betonte, dass das Verfahren strengen ethischen und rechtlichen Protokollen folgte und erkannte die Großzügigkeit der Spenderin und ihrer Familie als entscheidend für die Ermöglichung dieses medizinischen Fortschritts an.

Share.
Exit mobile version