Zudem hat die gemeinnützige Organisation OpenAI die Kontrolle über die gewinnorientierte Tochter OpenAI LP abgegeben, die die eigentliche KI-Entwicklung vorantreibt. Für Investoren ist das wichtig, weil klarere Strukturen oft mehr Vertrauen schaffen.
Der OpenAI-Konkurrent Anthropic bereitet ebenfalls einen möglichen Börsengang vor. Laut Medienberichten wurde dafür die auf IPOs spezialisierte Kanzlei Wilson Sonsini beauftragt. Eine endgültige Entscheidung steht jedoch noch aus.
Anfang 2026 machte das Unternehmen mehrfach Schlagzeilen. Anthropic stellte neue Zusatzmodule seiner KI „Claude“ für Geschäftskunden vor. Das schürte Spekulationen, dass bestehende Softwarelösungen großer Anbieter unter Druck geraten könnten.
Besonders viel Aufmerksamkeit erhielt das überarbeitete Modell „Mythos“. Es kann Schwachstellen in IT-Systemen besser erkennen und potenziell auch ausnutzen. Experten warnen deshalb vor neuen Risiken im Bereich Cyberangriffe.
Parallel dazu entstand ein Konflikt mit dem US-Verteidigungsministerium. Anthropic wollte den Einsatz seiner KI für autonome Waffen und Massenüberwachung nicht zulassen. Das Pentagon hingegen betonte, die Technologie müsse im Rahmen des US-Rechts nutzbar bleiben.
Wenn die Börsenstimmung positiv bleibt, könnten die IPOs von SpaceX, OpenAI und Anthropic mit hohen Einstiegskursen starten. In solchen Phasen neigen Investoren dazu, neue Aktien besonders optimistisch zu bewerten.
Analysten sehen 2026 deshalb als mögliches Rekordjahr für Tech-Börsengänge. Gleichzeitig warnen sie vor einem Verdrängungseffekt: Wenn große Summen in wenige Mega-IPOs fließen, bleibt für kleinere Unternehmen oft weniger Kapital übrig.
Auch die öffentliche Aufmerksamkeit konzentriert sich stark auf die großen Namen. Ein ähnliches Muster zeigte sich bereits beim Börsengang von Facebook im Jahr 2012. Laut Medienberichten bereiten sich derzeit die US-Firmen Cerebras Systems und Discord sowie die europäischen Unternehmen Revolut aus Großbritannien und Bitpanda aus Österreich auf ein Börsendebüt vor.
Einige Experten sehen durchaus Chancen für kleinere Firmen. Wenn den großen Tech-Unternehmen ein erfolgreicher Börsenstart gelingt, könnten andere Unternehmen von der positiven Marktstimmung profitieren und im Windschatten der Giganten ebenfalls viel Kapital einsammeln.









