Job auf dem Oktoberfest

Junge Frau erzählt von Wiesn-Zeit: „Nur geweint“

05.10.2026 – 13:29 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein Souvenirhändler auf dem Oktoberfest (Symbolbild): Ein Frau berichtet von ihren Wiesn-Erfahrungen. (Quelle: IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON/imago)

Auf der Wiesn kommt es immer wieder zu übergriffigem Verhalten. Eine Frau, die auf dem Oktoberfest gearbeitet hat, erzählt von ihren Erlebnissen.

Am Wochenende ist das Oktoberfest in München zu Ende gegangen. Eine Frau, die auf der Wiesn als Souvenirverkäuferin gearbeitet hat, berichtet von ihren Erfahrungen aus den vergangenen 16 Tagen – und von sexuellen Belästigungen durch Wiesn-Besucher. Sie erklärt dem Bayerischen Rundfunk (BR): „Die ersten Tage habe ich nur geweint.“

Der Job der 23-Jährigen habe darin bestanden, von Festzelt zu Festzelt zu laufen und etwa Kopfschmuck mit Hasenohren zu verkaufen. Sie sei dabei mit 20 Prozent an dem Umsatz beteiligt worden – das meiste Geld mache sie aber mit dem Trinkgeld.

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So stecke sie in einer Zwickmühle: Um viel zu verkaufen, seien Interaktion mit den Kunden entscheidend. Wenn sie Grenzüberschreitungen benenne, verbaue sie sich allerdings die Chancen auf Trinkgeld.

Sie sagt, es gehe den Kunden oft gar nicht um die Wiesn-Andenken: „Die kaufen auch nur diese Hüte, damit sie mit uns reden und uns anfassen können.“

Oktoberfest 2026: Polizei zieht Bilanz

Wie der BR schreibt, berichten andere Souvenirverkäuferinnen ähnlichen Erlebnissen. Die Studentin berichtet weiter: „Viele wollen alle meine Hüte abkaufen, damit ich mit denen die ganze Nacht bleibe und dann zu denen nach Hause mitkomme. Das haben mich schon viele gefragt, da habe ich Angst.“

Die Polizei München hat nach dem Ende des Oktoberfests eine Bilanz veröffentlicht. Insgesamt zählte die Polizei München in den 16 Tagen Oktoberfest 845 Straftaten und Ordnungswidrigkeiten. Wie die Polizei schreibt, ist die Zahl damit im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozent gestiegen.

In den rund zwei Wochen gab es auf der Wiesn demnach 80 Sexualdelikte. 52 Fälle davon seien sexuelle Belästigung gewesen und fünf Fälle von Vergewaltigung.

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