Partielle Sonnenfinsternis: Wann ist sie in Deutschland zu sehen?
Über Berlin und Hamburg verdeckt der Neumond am Abend des 12. August zum Sonnenuntergang rund 85 Prozent der Sonnenscheibe, in München rund 89 Prozent und in Konstanz am Bodensee sogar 90 Prozent. Der Ablauf der Finsternis hänge vom Standort ab, so das Planetarium Hamburg.
In der Hansestadt beginnt das kosmische Schauspiel um 19.14 Uhr, um 20.08 Uhr ist die maximale Verdeckung von 85,4 Prozent erreicht und mit dem Sonnenuntergang um 20.54 Uhr endet das Spektakel auch schon wieder, da die Sonne unter den Horizont sinkt.
Wann ist die nächste totale Sonnenfinsternis über Deutschland?
Wer die nächste totale Sonnenfinsternis in Deutschland erleben möchte, benötigt viel Geduld. Sie wird erst am 3. September 2081 zu sehen sein. Vollständig verdunkelt wird die Sonne dann nur in einem schmalen Streifen im äußersten Süden Deutschlands, der sich über Teile Baden-Württembergs und Bayerns erstreckt.
Dort dauert die Totalität je nach Standort bis zu knapp vier Minuten. In weiten Teilen des Landes, darunter auch in Berlin, wird die Sonnenfinsternis dagegen nur partiell zu beobachten sein. Die letzte totale Sonnenfinsternis über Deutschland ereignete sich am 11. August 1999. Bis zur nächsten vergehen damit 82 Jahre.
Totale Sonnenfinsternis in Spanien: Darauf kommt es an
Weil die Sonnenfinsternis am 12. August auf den Balearen kurz vor Sonnenuntergang stattfindet und die Sonne deshalb dort sehr tief steht, braucht man einen freien Blick nach Westen.
Schon kleine Wolken, Gebäude oder Berge können die Sicht auf die totale Sonnenfinsternis verdecken. Im spanischen Inland tritt die Finsternis früher auf und steht höher am Himmel. Dort sind die geometrischen Bedingungen laut Planetariumsdirektor Voss besser.
Große Städte wie Madrid und Barcelona liegen knapp außerhalb der Totalitätszone. Dort wird die Sonne zwar zu etwa 99 Prozent verdeckt. Die Korona, also die silbrige Atmosphäre der Sonne, bleibt aber unsichtbar.
Was muss man beim Beobachten einer Sonnenfinsternis beachten?
Astronomen und Mediziner warnen davor, ohne Schutz bei einer Sonnenfinsternis in die Sonne zu blicken. Schon gar nicht mit einem Fernglas oder Teleskop. Sekunden reichen, um die Netzhaut zu schädigen.
Man sollte nur mit speziellen „Sofi“-Brillen in die Sonne schauen, die man zum Beispiel bei Optikern bekommen kann. Normale Sonnenbrillen, berußte Gläser, geschwärzte Filme, Solarienbrillen oder Verpackungsfolien reichen nicht aus.
Warum gibt es nicht jeden Monat eine Sonnenfinsternis?
Der Mond zieht jeden Monat zwischen Erde und Sonne hindurch. Meist verdeckt er die Sonne dabei aber nicht. Das liegt daran, dass die Mondbahn zur Erdumlaufbahn um die Sonne um fünf Grad gekippt ist.
