Der richtige Zeitpunkt
Sommerreifen aufziehen: Ab wann Sie die Räder wechseln sollten
Aktualisiert am 16.03.2026 – 12:32 UhrLesedauer: 4 Min.
Wenn Sie keine Ganzjahres- oder Allwetterreifen nutzen, stellt sich Jahr für Jahr die Frage: Wann ist der beste Zeitpunkt, um von Winter- auf Sommerreifen umzusteigen?
Auf der sicheren Seite sind Sie, wenn Sie die sogenannte „O-Regel“ beachten. Diese Empfehlung des ADAC besagt, dass man Winterreifen von Oktober bis Ostern aufziehen sollte. Natürlich hängt dies aber immer von den aktuell herrschenden Wetterbedingungen ab.
Mit dem Wechsel auf Sommerreifen sollten Sie deshalb auf jeden Fall warten, bis die Straßen schnee- und eisfrei sind, der letzte Frost vorbei ist und die Temperaturen kontinuierlich über sieben Grad Celsius liegen. Denn bereits bei niedrigen Plusgraden kann der Sommerreifen seine Stärken nicht mehr ausspielen. Zum Teil erheblich längere Bremswege oder auch ein unkontrollierbares Rutschen können die Folge sein, warnt der ADAC.
Umgekehrt ist es bei den etwas weicheren Winterreifen: Hier lässt die Bremsleistung bei höheren Temperaturen nach.
Die Fahreigenschaften von Winter- wie Sommerreifen sind an unterschiedliche Jahreszeiten und Witterungsbedingungen angepasst. Winterreifen bieten unter anderem bei Schnee besseren Griff. Sommerreifen hingegen punkten bei höheren Temperaturen durch ihre härtere Gummimischung mit einer Reihe von Vorteilen: Der Spritverbrauch ist niedriger, die Fahrstabilität höher und die Bremswege sind kürzer.
Ganzjahresreifen sollen die guten Eigenschaften von Sommerreifen mit denen der Winterreifen kombinieren. Allerdings gelingt ihnen das nur bedingt, deshalb gelten sie nur als ein Kompromiss. Eine Überlegung wert sind sie eher, wenn das Auto selten bewegt wird und auch eher in einer Stadt als auf einer kurvigen Bergstraße. Sie bieten bei Schnee und Eis weniger Sicherheit als Winterreifen. Im Sommer wiederum sind Fahrstabilität, Verbrauch und Bremsweg schlechter als mit montierten Sommerreifen.
Außerdem gilt in Deutschland die situative Winterreifenpflicht: Wenn es schneit und glatt ist, müssen Autos mit Winterreifen unterwegs sein. Wer sich nicht daran hält, riskiert mindestens 60 Euro Bußgeld und einen Punkt in Flensburg, auch wenn als Faustregel die sogenannte „O-Regel“ beachtet wurde.
Gerade bei frühen Osterterminen müssen Autofahrer auch danach mit frostigen Nächten rechnen, so der Deutsche Wetterdienst. Der beste Zeitpunkt zum Wechseln hänge allerdings auch von der Region und der genauen Gummimischung der Reifen ab, rät der TÜV Nord. Am besten sprechen Autofahrer mit der Werkstatt darüber, wann ein geeigneter Termin ist.
Wenn der richtige Zeitpunkt für den Wechsel von Winter- auf Sommerreifen gekommen ist, können Sie diesen entweder selbst durchführen oder eine Werkstatt damit beauftragen. Bei Kompletträdern ist es meistens kein Problem, den Reifenwechsel selbst durchzuführen. Besitzen Sie jedoch spezielle Felgen, auf die Sie sowohl Ihre Sommer- als auch Ihre Winterreifen aufziehen, sollten Sie sicherheitshalber einen Fachmann beauftragen.








