70 Arbeitsplätze in Gefahr

Solarmodulhersteller Soluxtec ist insolvent


02.05.2026 – 07:34 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein Solarpark auf einem Feld (Symbolbild): Der Photovoltaik-Hersteller Soluxtec aus Bitburg ist insolvent. (Quelle: IMAGO/Daniel Reinhardt)

Ein deutscher Hersteller von Solarmodulen steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Trotz wachsender Nachfrage gerät die Branche zunehmend unter Druck.

Der Solarmodulhersteller Soluxtec hat beim Amtsgericht Bitburg Insolvenz beantragt. Das bestätigten mehrere Berichte übereinstimmend. Das Unternehmen produziert seit rund 15 Jahren an den Standorten Bitburg und Föhren in Rheinland-Pfalz. Zuerst berichtete das „PV Magazine“ über die Pleite.

Von dem Verfahren sind etwa 70 Mitarbeiter betroffen. Ihre Gehälter sind für einen Zeitraum von drei Monaten durch das Insolvenzgeld abgesichert. Die Belegschaft wurde bereits über die aktuelle Lage informiert.

Das Gericht bestellte den Rechtsanwalt Jakob Joeres von der Beratungsgesellschaft dhpg zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Er will sich nun zunächst einen Überblick über die wirtschaftliche Situation verschaffen. Parallel dazu sollen Gespräche mit der Geschäftsführung sowie potenziellen Investoren geführt werden. Ziel ist es, den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren.

Auch die Unternehmensführung setzt auf eine Fortführung. Geschäftsführer Tim Leukert erklärte, es gebe bereits Gespräche mit potenziellen Investoren. Diese sollten möglichst zeitnah zu einem Ergebnis führen. Angestrebt werde eine Neuausrichtung im Rahmen eines regulären Insolvenzverfahrens. Dabei soll der Betrieb fortgeführt und möglichst viele Arbeitsplätze erhalten bleiben.

Die Insolvenz reiht sich in eine Entwicklung ein, die die Solarbranche in Europa seit Längerem prägt. Hersteller stehen unter starkem internationalem Wettbewerbsdruck, insbesondere durch günstigere Anbieter aus dem Ausland. Gleichzeitig sind die Preise für Solarmodule deutlich gesunken.

Viele Unternehmen konnten diesem Druck in den vergangenen Jahren nicht standhalten und haben den Markt verlassen. Auch eine steigende Nachfrage nach Photovoltaik reicht oft nicht aus, um europäischen Produzenten ausreichend wirtschaftlichen Spielraum zu verschaffen.

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