Prozession in die Schlosskapelle
Marius Borg Høiby trägt den Sarg von König Harald V.
31.08.2026 – 17:11 UhrLesedauer: 2 Min.
Am Schloss zieht die Königsfamilie in einer stillen Prozession in die Kapelle. Dabei übernahm auch Mette-Marits Sohn eine wichtige Rolle.
Die Trauer um König Harald V. ist groß. Am Montagnachmittag wurde der Sarg des am Freitag im Alter von 89 Jahren gestorbenen Monarchen von einem Salon des Königlichen Schlosses in einer feierlichen Prozession in die Schlosskapelle getragen. Die Kinder und die Enkelkinder des Königs nahmen an der Überführung teil, auch Marius Borg Høiby.
Trotz Hausarrest durfte der 29-Jährige Sohn von Mette-Marit, der aus einer früheren Beziehung der neuen Königin stammt, gemeinsam mit der norwegischen Königsfamilie Abschied von Harald V. nehmen. Dabei trug Marius Borg Høiby den Sarg.
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An der Spitze der Prozession gingen König Haakon VIII. und seine Tochter, Kronprinzessin Ingrid Alexandra. Dahinter liefen sein Sohn, Prinz Sverre Magnus, und seine Schwester, Prinzessin Märtha Louise. Danach kamen ihre Töchter Angelica und Leah. Das Schlusslicht bildete ihre dritte Tochter Maud mit Marius Borg Høiby.

Hinter dem Sarg liefen Mette-Marit und Haralds Witwe Sonja. Für Mette-Marit war es zugleich einer ihrer ersten offiziellen Auftritte als neue Königin. Wegen ihrer Lungentransplantation im Sommer hatte die 53-Jährige noch am Sonntag auf die Teilnahme an einem Gedenkgottesdienst für ihren Schwiegervater verzichten müssen.
Dass ihr Sohn am Montagnachmittag dabei sein durfte, ist besonders bemerkenswert: Der 29-Jährige steht derzeit unter Hausarrest und trägt eine elektronische Fußfessel. Im Juni war er unter anderem wegen zwei Vergewaltigungen nach norwegischem Recht zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Gegen das noch nicht rechtskräftige Urteil legte er Berufung ein.
Marius Borg Høiby ist Mette-Marits Sohn aus einer früheren Beziehung und wurde von König Haakon VIII. großgezogen. Er gehört zwar zur Königsfamilie, ist aber offiziell kein Mitglied des norwegischen Königshauses. Bereits am Vorabend von Haralds Tod hatte er eine Sondergenehmigung erhalten, um seinen Zieh-Großvater im Krankenhaus zu besuchen und sich von ihm zu verabschieden. Auch bei der Trauerfeier und Beisetzung am 9. September wird er dabei sein dürfen.