Vergewaltigungsprozess in Oslo

Marius Borg Høiby: Erschreckende Aussagen vor Gericht


Aktualisiert am 19.02.2026 – 16:58 UhrLesedauer: 2 Min.

Marius Borg Høiby: Seit dem 3. Februar steht der Sohn von Mette-Marit vor Gericht. (Quelle: Lise Aserud/NTB Scanpix)

Am elften Prozesstag äußert sich Marius Borg Høiby erneut selbst zu den Vergewaltigungsvorwürfen. Seine Worte lassen aufhorchen.

Marius Borg Høiby muss sich seit dem 3. Februar vor dem Osloer Gericht verantworten. Der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit und Stiefsohn von Kronprinz Haakon wurde von der Staatsanwaltschaft in 38 Punkten angeklagt.

Die Rede ist von vier Vergewaltigungen, Misshandlung einer ehemaligen Lebensgefährtin, mehreren Gewalttaten, Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung, Verstößen gegen ein Kontaktverbot gegenüber einer anderen Lebensgefährtin, unerlaubten Videoaufnahmen von Genitalien mehrerer Frauen, Morddrohungen, Beleidigung der Polizei und Verkehrsverstößen.

An Tag elf vor Gericht steht die mutmaßliche Vergewaltigung des vierten Opfers im Fokus. Auf Høibys Handy waren mehrere Filmdateien gefunden worden. 27 Videos soll er am 2. November 2024, der Nacht der mutmaßlichen Vergewaltigung in einem Osloer Hotel, von der Frau gemacht haben.

Diese soll laut Schlafforscher Ståle Pallesen, der im Prozess ebenfalls aussagte, schlaftrunken gewesen sein. „In diesem Zustand dauert es eine Weile, bis man verarbeitet, was geschieht. Möglicherweise war sie aufgrund von Schlaf oder Schlaftrunk nicht in der Lage, den Handlungen Widerstand zu leisten“, sagte er laut „VG“.

Auf die Frage, warum er überhaupt gefilmt habe, antwortete Høiby schlicht: „Ich filme gerne.“ Auf die weitere Nachfrage, weshalb er nur die Genitalien gefilmt habe, erklärte er: „Das interessiert mich halt.“ Schließlich wollte der Staatsanwalt wissen, warum er die Videos nicht gelöscht habe – und Høiby antwortete: „Ich habe sie mir angesehen, ich fand sie gut.“

Der 29-Jährige versuchte, die Aufnahmen zu rechtfertigen: „Wie ich bereits sagte, habe ich nicht um Erlaubnis gefragt, aber es stand außer Frage, dass sie sie mitbekommen hat.“ Außerdem sehe er kein Problem darin, eine Frau zu filmen, die sich für die Erotik-Plattform OnlyFans interessiert. Das mutmaßliche Opfer habe ihm zufolge überlegt, OnlyFans-Model zu werden.

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