Neues Studienergebnis

So schädlich kann der Umgang mit digitalen Medien sein


12.02.2026 – 12:43 UhrLesedauer: 2 Min.

Smartphones: Ihre problematische Nutzung bringt oft psychische und körperliche Probleme mit sich. (Quelle: Jose Calsina/getty-images-bilder)

Digitale Medien sind aus dem Alltag kaum mehr wegzudenken. Wie schädlich ihre Nutzung in einer ohnehin schon kritischen Lebensphase sein kann, zeigt eine Studie.

Bereits im Kindes- und Jugendalter sind Smartphones, Social Media und Videospiele alltäglich. Wer die Auswirkungen des Konsums von Bildschirmmedien in diesen Altersgruppen untersucht, betrachtet dabei für gewöhnlich die Gesamtbildschirmzeit. Ein US-Forschungsteam erklärt jedoch nun: Entscheidend ist weniger die Nutzungsdauer, sondern vielmehr, ob die Nutzung mit problematischen Verhaltensmustern einhergeht.

Das Team der University of California in San Francisco wollte herausfinden, ob die problematische Nutzung von Bildschirmmedien im Alter von elf bis zwölf Jahren mit späteren psychischen Auffälligkeiten zusammenhängt. Dieses Alter gilt als kritische Phase, da viele Kinder in der Zeit zu psychischen Problemen sowie Schlafstörungen neigen und erstmals Alkohol, Tabak oder andere Substanzen ausprobieren. Gleichzeitig nimmt die Mediennutzung stark zu.

Problematische Mediennutzung bedeutet laut dem Leiter der Studie, dass die Kinder ihre online verbrachte Zeit nicht kontrollieren können, selbst wenn sie es versuchen, und daraus Stress, Konflikte oder Probleme in der Schule oder zu Hause entstehen. Oft ist das problematische Nutzungsverhalten auch mit Suchtverhalten vergleichbar: Die betroffenen Kinder fühlen sich, als hätten sie Entzugserscheinungen, müssen also immer mehr Zeit online verbringen, um sich wohlzufühlen, und fallen wiederholt in problematische Verhaltensmuster zurück.

Für seine Studie wertete das Forschungsteam die Daten von über 8.000 Kindern aus. Dabei ergab sich: Diejenigen, deren Nutzung von Smartphones, Social Media und Videospielen problematische, suchtähnliche Züge aufwies, hatten ein Jahr später vermehrt psychische Probleme. So zeigten sie öfter:

Bei der problematischen Smartphone- und Social-Media-Nutzung ergab sich überdies ein Zusammenhang mit weiteren Verhaltensauffälligkeiten und dem Einstieg in den Konsum von Alkohol, Tabak oder anderen Substanzen.

Nach den Ergebnissen der Studie wirkt sich die problematische, suchtähnliche Nutzung von Bildschirmmedien stärker auf die psychische Gesundheit aus, als es nach bisherigen Untersuchungen die Gesamtbildschirmzeit vermag. Wer Kinder vor schädlichem Medienkonsum schützen möchte, sollte daher am besten frühzeitig vorbeugen.

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