22 Millionen Mitglieder betroffen

ADAC plant wohl massiv höhere Beiträge


Aktualisiert am 24.03.2026 – 19:08 UhrLesedauer: 2 Min.

Interne Unterlagen zeigen: Der ADAC will seine Mitgliedsbeiträge deutlich erhöhen. (Quelle: IMAGO/Markus Mainka)

Die Hilfe der „Gelben Engel“ könnte deutlich teurer werden: Laut einem Medienbericht plant der ADAC eine massive Anhebung der Mitgliedsbeiträge.

Der ADAC plant wohl die größte Beitragserhöhung seiner Geschichte. Nach Informationen der „Welt“ sollen die Preise für die über 22 Millionen Mitglieder im Durchschnitt um rund 20 Prozent steigen. Die Entscheidung darüber soll auf der Hauptversammlung am 23. Mai fallen.

Sollten die Erhöhungen wie geplant beschlossen werden, treten die neuen Preise ab dem Jahr 2027 in Kraft. Besonders deutlich fällt das Plus laut der „Welt“ für Premium-Nutzer aus:

Auf Anfrage von t-online bestätigte eine Sprecherin die Überlegungen zu einer Beitragsanpassung. Man habe die Beiträge seit 2020 konstant gehalten und gleichzeitig die Leistungen erweitert. Doch der Kostendruck wird zu groß: „Seit 2020 ist die Inflation in Deutschland um mehr als 20 Prozent gestiegen“, so der Club gegenüber t-online.

Der ADAC wolle „keine Abstriche an der Leistungsfähigkeit“ hinnehmen. Um die gewohnte Hilfe auch künftig zu garantieren, müsse man nun über die Höhe der Beiträge entscheiden. „Die finale Entscheidung trifft im Mai die ADAC-Hauptversammlung“, so die Sprecherin weiter. Fest steht: Wirksam würde die Erhöhung erst zum 1. Januar 2027.

Intern sorgt der Vorstoß für Diskussionen. Der Club rechnet infolge der Teuerung mit einer fünfstelligen Zahl an Kündigungen. Bereits im Januar verlor der ADAC 60.000 Mitglieder, nachdem Äußerungen zu höheren Spritpreisen für Verbrenner für Unmut gesorgt hatten. Zudem gibt es innerhalb des Vereins Debatten über eine vermeintlich zu starke Fokussierung auf die Elektromobilität.

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