Neue Studie deckt auf
Ab dieser Menge Bier oder Wein wächst das Bauchfett deutlich an
04.03.2026 – 12:00 UhrLesedauer: 2 Min.

Bier, Wein, Schnaps: Alkohol liefert viele Kalorien, doch seine Wirkung auf den Körper geht darüber hinaus. Was eine neue Studie aus Großbritannien zeigt.
Viele Menschen verbinden Alkohol vor allem mit zusätzlichen Kalorien und möglicher Gewichtszunahme. Doch Alkohol beeinflusst nicht nur das Körpergewicht. Er kann auch Einfluss darauf nehmen, wo im Körper Fett gespeichert wird. Genau das zeigt eine aktuelle Studie von Forschern der Universität Oxford.
Die Wissenschaftler untersuchten den Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und sogenanntem viszeralem Fett. Dabei handelt es sich um Fett, das tief im Bauchraum zwischen den Organen liegt. Dieses Fett gilt als besonders gesundheitsschädlich.
Für die Studie werteten die Wissenschaftler Daten von 5.761 Männern und Frauen im Alter zwischen 25 und 75 Jahren aus. Mithilfe spezieller Bildgebungsverfahren bestimmten sie die gesamte Körperfettmenge sowie den Anteil des viszeralen Fetts.
Zusätzlich gaben die Teilnehmer an, wie viel Alkohol sie pro Woche trinken. Eine Alkoholeinheit entsprach dabei acht Gramm reinem Alkohol, also etwa einem kleinen Glas Wein (0,1 Liter) oder einem kleinen Bier (0,2 Liter). Das Ergebnis: Je mehr Alkohol Menschen pro Woche trinken, desto größer ist bei ihnen der Anteil an gefährlichem Bauchfett.
Bei Männern zeigte sich ein klarer Schwellenwert. Wer mehr als 17 Alkoholeinheiten pro Woche konsumierte, hatte deutlich mehr viszerales Fett als Männer mit moderatem Konsum. Im Vergleich zu moderaten Trinkern lag der Anteil des inneren Bauchfetts etwa 11 Prozent höher. Gegenüber Wenigtrinkern betrug der Unterschied sogar rund 14 Prozent.
Bei Frauen fiel der Effekt noch deutlicher aus. Frauen, die mehr als zehn Alkoholeinheiten pro Woche tranken, hatten im Durchschnitt 17 Prozent mehr viszerales Fett als Frauen mit moderatem Alkoholkonsum.
Viszerales Fett unterscheidet sich stark von Fett direkt unter der Haut. Es ist besonders stoffwechselaktiv und produziert verschiedene Botenstoffe. Diese können Entzündungen im Körper fördern und die Wirkung des Hormons Insulin beeinträchtigen. Mediziner sprechen dann von Insulinresistenz, also einer verminderten Wirkung von Insulin. Sie gilt als wichtiger Risikofaktor für Typ-2-Diabetes. Außerdem steht viszerales Fett mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck und Stoffwechselstörungen in Verbindung.











