Verstopfte Schweißdrüsen
Weshalb Hitzepickel jucken und was sie lindert
Aktualisiert am 19.05.2026 – 14:12 UhrLesedauer: 2 Min.
Hitzepickel sind meist harmlos, können aber unangenehm jucken. Erfahren Sie, woran das liegt und was sich dann tun lässt.
Vor allem bei schwüler Hitze tauchen sie bei Erwachsenen gerne einmal auf: Hitzepickel, die teils unangenehm jucken. Oft bilden sie sich an Stellen, an denen Haut auf Haut liegt und an denen gleichzeitig stark geschwitzt wird. Darum entwickeln sich Hitzepickel häufiger in den Achselhöhlen, in den Armbeugen, unter den Brüsten, in der Leistengegend, in den Kniekehlen oder in anderen Hautfalten.
Im Grunde können Hitzepickel jedoch überall auftreten, auch am Rumpf oder am Dekolleté. Ebenso können sich Hitzepickel an Hautstellen ausbilden, an denen Kleidung länger anliegt und das Verdunsten von Schweiß verhindert, wie etwa unter dem Hosenbund oder am Rücken, wenn man sich länger anlehnt oder liegt.
Gut zu wissen
Der Fachausdruck für Hitzepickel lautet Miliaria oder Dermatitis hidrotica. Umgangssprachlich ist auch von Hitzeausschlag, Hitzepöckchen, Schwitzbläschen, Hitzefrieseln oder Schweißfrieseln die Rede.
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Hitzepickel gibt es in verschiedenen Formen, von einer eher milden Variante, bei der sich kleine wasserhelle Hautbläschen bilden, aus denen unter Umständen klare Flüssigkeit austritt, bis hin zu roten Flecken, tiefergehenden Knötchen oder Pusteln.
Wenn Hitzepickel stark jucken, prickeln oder brennen, handelt es sich häufig um eine Miliaria rubra, bei der es zu kleinen, rötlichen Pickeln oder Knötchen kommt. Im betroffenen Bereich fühlt sich die Haut zudem oft rau an.
Wichtig zu wissen
Auch bei der sogenannten Miliaria profunda können Hitzepickel mit Juckreiz einhergehen. Bei dieser eher seltenen Form der Hitzepickel bilden sich hautfarbene, juckende Knötchen in der Haut.
Warum jucken Hitzepickel?
Schwitzen Betroffene stark oder stärker als gewöhnlich, kann die Hornschicht der Haut aufquellen und die Ausführungsgänge der Schweißdrüsen verstopfen. Da der Schweiß nun nicht mehr über die kleinen Kanäle auf die Hautoberfläche abfließen kann, reißen diese irgendwann ein, sodass sich der Schweiß unter der Haut staut. In der Folge kommt es zu entzündlichen Prozessen, die wie bei einer Miliaria rubra rötliche Hitzepickel auf der Haut hervorbringen und mit Juckreiz einhergehen können.
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