„Überraschungseffekt vermeiden“
Wie Sie ein Glöckchen am Rucksack beim Wandern schützen kann
01.07.2026 – 06:37 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine Wanderung in der freien Natur – für viele ist das Entspannung pur. Aber in der Wildnis können auch Gefahren lauern.
Bären gehören längst nicht mehr nur zur Wildnis Kanadas oder Alaskas. Auch in Europa leben wieder Tausende Braunbären. Die größten Bestände finden sich in den Karpaten Rumäniens und auf dem Balkan. Kleinere Populationen gibt es zudem in Skandinavien, Finnland, Nordspanien und den Alpen – etwa im italienischen Trentino. Damit steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass Urlauber beim Wandern oder Spazierengehen einem Bären begegnen, wie zuletzt eine Frau in Italien. Wer in entsprechenden Regionen unterwegs ist, sollte deshalb wissen, wie er sich in einer solchen Situation richtig verhält.
Die autonome Provinz Trentino in Italien betreibt eine offizielle Informationsseite zum Thema Braunbären und hat zudem Broschüren, Videos und Infografiken veröffentlicht. Die wichtigsten Empfehlungen lauten:
Vorbeugen: sich dem Bären ankündigen
- Auf Wanderungen durch Gespräche, Klatschen oder Pfeifen auf sich aufmerksam machen. Wer sich nichts zu erzählen hat, kann auch ein Liedchen anstimmen.
- Auf den Wegen bleiben.
- Hunde grundsätzlich an der Leine führen.
- Keine Essensreste im Wald zurücklassen.
- Bären niemals füttern oder sich ihnen zum Fotografieren nähern.
Ein Glöckchen am Rucksack oder an der Ausrüstung kann ebenfalls helfen. Wer mit Wanderstöcken unterwegs ist, sollte gelegentlich damit gegen einen Stamm klopfen und sich so bemerkbar machen, empfehlen die Outdoorexperten des österreichischen Portals „Bergwelten“. So können Wanderer einem Bären die Gelegenheit geben, ihnen frühzeitig aus dem Weg zu gehen, heißt es weiter.
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Bei einer Begegnung: nicht panisch werden
- Ruhig bleiben und nicht weglaufen.
- Dem Bären Platz lassen und sich langsam zurückziehen.
- Falls der Bär den Menschen noch nicht bemerkt hat: leise den Rückweg antreten.
- Falls der Bär sich nähert oder sich auf die Hinterbeine stellt: ruhig mit ihm sprechen, aber nicht schreien.
Richtet sich ein Bär auf, wirkt das bedrohlich. Es gilt aber nicht automatisch als Angriff, sondern dient oft dazu, besser sehen oder riechen zu können, so die Experten.

Im Fall eines (seltenen) Angriffs: klein machen
- Nicht kämpfen und nicht wegrennen.
- Flach auf den Bauch legen, Hände in den Nacken legen und so Kopf und Hals schützen. Ein Rucksack kann den Rücken schützen.
- Ruhig bleiben, bis sich das Tier entfernt hat.










