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Gesundheit

So unterscheiden sich Soforttyp und Spättyp

MitarbeiterBy MitarbeiterJuni 30, 2026
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So unterscheiden sich Soforttyp und Spättyp

Soforttyp oder Spättyp

Welche Allergietypen es gibt und was sie unterscheidet


30.06.2026 – 15:31 UhrLesedauer: 5 Min.

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Eine Frau beim Arzt (Symbolbild): Um den Auslöser allergischer Beschwerden zu bestimmen, ist oft ein regelrecht detektivisches Vorgehen nötig. (Quelle: Jacob Wackerhausen/getty-images-bilder)

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Allergie ist nicht gleich Allergie. Eine allergische Reaktion kann sich ganz unterschiedlich zeigen. Die vier allergischen Reaktionstypen im Überblick.

Auf manche Allergieauslöser reagiert der Körper innerhalb von Sekunden. Bei anderen zeigt sich die allergische Reaktion erst nach Stunden, Tagen oder sogar noch später. Allergologen unterscheiden aufgrund des zeitlichen Verlaufs und der ablaufenden Immunreaktion vier verschiedene Allergietypen. Was Betroffene wissen müssen und welche Allergieform besonders gefährlich ist, lesen Sie im Folgenden.

Was ist eine Allergie?

Bei etwa jedem dritten Menschen in Deutschland wird im Laufe des Lebens eine allergische Erkrankung festgestellt. Eine Allergie ist die Folge einer überschießenden Reaktion des Immunsystems auf einen eigentlich harmlosen Stoff. Das Immunsystem stuft ein solches Allergen, etwa Blütenpollen, irrtümlicherweise als bedrohlich ein und löst eine Abwehrreaktion aus.

Beim Erstkontakt mit dem Allergen bildet das Immunsystem zunächst Antikörper gegen den Stoff. Dieser Vorgang wird Sensibilisierung genannt. Ab jetzt ist der Körper auf das Allergen „scharf geschaltet“ und abwehrbereit.

Allergische Abwehrreaktion verursacht unterschiedliche Beschwerden

Beim erneuten Kontakt mit dem Allergen kommt die Abwehrreaktion in Gang. Es werden verschiedene Botenstoffe ausgeschüttet, darunter Histamin. Die betroffene Person bemerkt das durch verschiedene Symptome, beispielsweise durch eine laufende Nase, juckende Augen, Hautausschlag, Asthma und mehr. In der Medizin werden vier Allergietypen beziehungsweise Reaktionstypen unterschieden. Im Alltag meint der Begriff Allergie meist vor allem den Soforttyp, also Typ 1.

Häufigster Allergietyp: Typ 1

Rund 90 Prozent aller Allergien sind Immunreaktionen vom Typ 1. Hierbei handelt es sich um Reaktionen vom Soforttyp. Ihre Symptome zeigen sich innerhalb einer Stunde nach dem Allergenkontakt – oft bereits nach wenigen Sekunden bis Minuten. Zum Allergietyp 1 gehören unter anderem folgende Allergien:

  • Pollenallergie
  • Allergie gegen Hausstaubmilben
  • Tierallergie (etwa bei Katzen, Hunden, Pferden, Nagetieren, Vögeln)
  • viele Nahrungsmittelallergien
  • Insektengiftallergie
  • Allergie gegen Schimmelpilze
  • einige Arzneimittelallergien
  • berufsallergene Auslöser, etwa eine Mehlallergie (Bäckerasthma)

Die Symptome einer Typ-1-Allergie können vielfältig sein. Beim Heuschnupfen beispielsweise entstehen zunächst Beschwerden an Nase und Augen. Oft beginnt die Nase zu kribbeln und zu laufen. Betroffene müssen niesen. Die Augen können jucken, tränen und gerötet sein. Teilweise fühlt sich der Hals rau und gereizt an.

Ein solcher allergischer Schnupfen sollte behandelt werden, damit sich die Beschwerden über die Zeit nicht auf die unteren Atemwege ausweiten und ein allergisches Asthma auslösen. Die Hyposensibilisierung ist die derzeit einzige Behandlungsmethode, die bei geeigneten Allergien an der immunologischen Ursache ansetzt. Zur Diagnose der Typ-1-Allergie werden meist der Prick-Test (Einstichtest) und der Test auf spezifische IgE-Antikörper im Blut eingesetzt. In ausgewählten Fällen, etwa bei unklaren Ergebnissen, kommt ein Provokationstest unter ärztlicher Aufsicht zur Anwendung.

Anaphylaxie – schwerste Form der Allergie

Beim Allergietyp 1 können zudem allergische Reaktionen an der Haut auftreten, etwa Juckreiz und Quaddeln. Kritisch können Nahrungsmittelallergien werden, etwa gegen Erdnüsse, Schalentiere, Soja, Ei oder Milcheiweiß. Beim oralen Allergiesyndrom kann es beispielsweise zu Schwellungen der Lippen, der Haut und der Schleimhäute im Gesicht und am Kehlkopf kommen.

Im schlimmsten Fall droht eine besonders schwere Allergiereaktion, eine Anaphylaxie, die in einem anaphylaktischen Schock enden kann. Die Anaphylaxie ist die schwerste allergische Reaktion und lebensbedrohlich. Sie kann zu einem Versagen des Herz-Kreislauf-Systems führen und muss rasch durch Notfallmedikamente mit Adrenalin behandelt werden. Besonders gefährlich können Insektengiftallergien etwa gegen Bienen- oder Wespengift sein.

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