Anfang des Jahres musste Mountbatten-Windsor aufgrund seiner Verwicklung in den Epstein-Skandal das Anwesen verlassen. Heute lebt er zurückgezogen auf dem Gelände von Sandringham, das im Privatbesitz der Königsfamilie ist. Gerade berichtete die britische BBC, dass er den Pachtvertrag für ein weiteres Anwesen aufgegeben habe: den der East Lodge, unweit von Windsor gelegen. Dafür habe er dem Bericht zufolge im Jahr gut 15.000 Euro an den Crown Estate – ein Portfolio aus Ländereien und Immobilien, das zwar der britischen Krone gehört, aber unabhängig verwaltet wird und seine Einnahmen an den Staat abführt – gezahlt.

Damit spart Andrew Mountbatten-Windsor im Vergleich eher wenig Geld. Denn trotz seines nun zurückgezogenen Lebens hat er weiterhin Kosten zu tragen. Etwa jene für seine Sicherheit. Dabei handelt es sich angeblich um mehr als 3,5 Millionen Euro pro Jahr. König Charles III. kommt nicht länger dafür auf und stellte Berichten zufolge auch eine jährliche Zuwendung im vermutlich unteren siebenstelligen Bereich an seinen Bruder ein.

Viel unternehmen, wofür ansonsten Geld benötigt wird, kann Andrew Mountbatten-Windsor heute aber wohl ohnehin nicht mehr. Julia Melchior sagt: „Es wird für ihn nie wieder so sein, wie es mal war. Er kann nicht mehr unter die Leute gehen. Seine Familie und seine Freunde haben sich von ihm abgewendet, sein schlechtes Image färbt ab. Im britischen Establishment ist er tot.“ Möglicherweise unterstützen ihn seine beiden Töchter, Prinzessin Beatrice und Prinzessin Eugenie, finanziell: „Inwieweit Beatrice und Eugenie für ihren Vater da sein werden, wird sich zeigen“, betont Julia Melchior.

Andrew Mountbatten-Windsor stand dem verurteilten US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein, der mit seiner Partnerin Ghislaine Maxwell einen Missbrauchsring betrieben hat, sehr nah. Die inzwischen verstorbene Virginia Giuffre, das bekannteste Opfer Epsteins, warf Mountbatten-Windsor Missbrauch vor, was er bestreitet. Mehrfach taucht der Ex-Royal auch in den sogenannten Epstein-Akten auf, die die US-Regierung veröffentlicht hat. Im vergangenen Jahr nahm König Charles III. seinem Bruder unter anderem den Prinzentitel. Seither heißt er nur noch Andrew Mountbatten-Windsor.

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