Sie feiert ihren 85. Geburtstag
So sieht Lottofee Karin Tietze-Ludwig heute aus
Aktualisiert am 31.05.2026 – 12:57 UhrLesedauer: 2 Min.
Einst begrüßte Karin Tietze-Ludwig das Publikum als Lottofee. Inzwischen genießt sie ihren Ruhestand auf Reisen und im hauseigenen Pool.
30 Jahre lang präsentierte Karin Tietze-Ludwig die Lottozahlen. Am 17. Januar 1998 stand sie zum letzten Mal als Moderatorin im Frankfurter Main Tower vor der Kamera. Danach übergab sie die Aufgabe an ihre Nachfolgerin Franziska Reichenbacher. Wie ging es für Tietze-Ludwig, die am 31. Mai 2026 ihren 85. Geburtstag feiert, weiter?
Als Karin Tietze-Ludwig am 12. August 1967 erstmals die Lottozahlen verkündete, gab es nur drei laufende Fernsehprogramme – allesamt in Schwarz-Weiß. Eigentlich wollte die in Siegen geborene, gelernte Fremdsprachensekretärin Stewardess werden. Aber damit war ihr Vater nicht einverstanden – so kam sie über Umwege zum Hessischen Rundfunk.

TV-Einstand als Ansagerin
Vor ihrem Einstand als Lotto-Moderatorin war Karin Tietze-Ludwig Ansagerin – ein mediales Berufsfeld, das damals von Unwissenden nur müde belächelt wurde: „Viele wissen nicht, dass Ansagerin ein richtig ausgebildeter Beruf war. Mit reinem Ablesen hatte es nichts zu tun. Wir mussten uns auf die einzelnen Sendungen des Abends gut vorbereiten – auch inhaltlich. Es war schon wichtig, dem Publikum alles mit Sinn und Verstand vorzutragen“, verriet Tietze-Ludwig 2022 in einem Interview mit t-online.
Schließlich übernahm sie von Karin Dinslage die Moderation der Lottozahlen und versorgte drei Jahrzehnte lang alle vom Glücksspiel besessenen Fernsehzuschauer. Mit ihrem Beinamen „Lottofee“ hatte sie nie ein Problem: „Für mich ist es ein liebevolles Attribut, das mich nie gestört hat. Eine Fee ist in der Regel blond. Und da ich samstags quasi das Glück verkündet habe und blonde Haare hatte, war ich wohl genau der Inbegriff der sogenannten Lottofee“, so Tietze-Ludwig.
Kein TV-Ende aus der Laune heraus
Nach 30 Jahren im Fernsehen entschied Tietze-Ludwig, als Lottofee aufzuhören. Sie wollte mehr Zeit mit ihrer Familie, insbesondere mit ihrem Ehemann Hans-Jürgen Tietze, verbringen. Das Paar wollte reisen, sich eine längere Auszeit nehmen.

Doch 2001 starb Hans-Jürgen Tietze aufgrund einer chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung. Ein schwerer Verlust für seine Frau. Doch sie lernte, das Leben wieder zu genießen. Allein war sie dabei dank ihres Sohnes Tim Tietze nicht.











