So sieht Jessica Lange heute aus

Intime Szene auf dem Küchentisch machte sie vor 45 Jahren berühmt


Aktualisiert am 20.04.2026Lesedauer: 3 Min.

Jessica Lange und Jack Nicholson: 1981 standen sie gemeinsam für „Wenn der Postmann zweimal klingelt“ vor der Kamera. (Quelle: Paramount/Courtesy Everett Collection/imago)

King Kong hielt sie in seinen Fängen, eine Küchentisch-Szene machte sie zum Star. Auch mit 77 Jahren mischt Schauspielerin Jessica Lange in Hollywood weiter mit.

Holprig war ihr Start in Hollywood. Als spärlich bekleidete Blondine in den Fängen von „King Kong“ gab Jessica Lange 1976 ihr Leinwanddebüt. Es war beinahe auch schon wieder das Ende ihrer Filmkarriere. Der Gruselstreifen des italienischen Filmproduzenten Dino De Laurentiis, ein Remake des Monsterklassikers von 1933, wurde mit schlechten Kritiken überschüttet. Eine ganze Weile musste die Schauspielerin auf die nächste Rolle warten.

Ihr Auftritt als leidenschaftliche Geliebte von Jack Nicholson in der Mörderstory „Wenn der Postmann zweimal klingelt“ brachte 1981 die Wende. Eine freizügige Sexszene auf dem Küchentisch katapultierte Lange ins Rampenlicht. Mit ihren eindringlichen Porträts von starken Frauen stieg sie rasch in Hollywoods Topriege auf. Am 20. April wird die zweifache Oscar-Preisträgerin, die auch fünf Golden Globe Awards erhielt, 77 Jahre alt.

1983 wurde Jessica Lange gleich für zwei Schauspiel-Oscars nominiert, eine Seltenheit in Hollywood. Eine Anwartschaft gab es für ihre Hauptrolle in dem Drama „Frances“, die Biografie der am Starruhm zerbrochenen Schauspielerin Frances Farmer. Als Freundin von Dustin Hoffman in Sidney Pollacks Verkleidungskomödie „Tootsie“ war sie für den Nebenrollen-Oscar nominiert und konnte diesen Goldjungen auch für sich gewinnen.

Es folgten weitere preiswürdige Auftritte und Oscar-Nominierungen für „Country“ (1984), „Sweet Dreams“ (1985) und „Music Box – Die ganze Wahrheit“ (1989), ein Gerichtsdrama mit Armin Mueller-Stahl als Kriegsverbrecher, dem seine ahnungslose Tochter (Jessica Lange) als Rechtsanwältin auf die Spur kommt. Für das Melodram „Blue Sky“ als manisch-depressive Offiziersgattin an der Seite von Tommy Lee Jones bekommt sie schließlich 1995 ihren zweiten Oscar – diesmal für eine Hauptrolle.

Jessica Lange, die sich als Unicef-Botschafterin und Pazifistin auch politisch engagiert, war später häufiger im Independent-Kino zu sehen. Jim Jarmusch holte sie an der Seite von Bill Murray für das Road-Movie „Broken Flowers“ (2005) vor die Kamera. Im selben Jahr drehte sie mit Wim Wenders „Don’t Come Knocking“ mit Sam Shepard als alternder Westerndarsteller, der auf eine alte Liebe (Jessica Lange) trifft.

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