Einem Schlaganfall lässt sich daher bis zu einem gewissen Maß vorbeugen, wenn man auf einen gesünderen Lebensstil achtet und etwaige Vorerkrankungen behandeln lässt.

Auf den Blutdruck achten

Langjähriger Bluthochdruck gilt als wichtigster Risikofaktor für einen Schlaganfall. Wer einem Schlaganfall vorbeugen will, behält daher den Blutdruck am besten im Blick und achtet darauf, dass er sich im Normalbereich bewegt.

Liegt bereits Bluthochdruck vor, sollte dieser behandelt werden. Normale Blutdruckwerte liegen zwischen 120 bis 129 zu 80 bis 84 Millimeter Quecksilbersäule (mmHg). Steigen die Werte über 140 zu 90 mmHg, spricht man von Bluthochdruck.

Welche Blutdruckwerte Sie haben, kann Ihnen Ihr Arzt sagen. Oder Sie messen Ihren Blutdruck zu Hause selbst. Achten Sie in letzterem Fall darauf, dass Sie ein verlässliches Messgerät nutzen – etwa eines mit dem Prüfsiegel der Deutschen Hochdruckliga.

Überflüssige Pfunde verlieren

Starkes Übergewicht (Adipositas) kann das Risiko für einen Schlaganfall erhöhen. Zudem steigt durch Übergewicht das Risiko für Typ-2-Diabetes, der ebenfalls als Schlaganfall-Risikofaktor gilt.

Will man einem Schlaganfall vorbeugen, kann es sich daher günstig auswirken, überflüssige Pfunde loszuwerden – oder besser noch, mit dem Gewicht im Normalbereich zu bleiben.

Wichtig zu wissen: Bei Menschen mit starkem Übergewicht wirken sich bereits kleinere Gewichtsabnahmen positiv auf das Schlaganfallrisiko aus. Als normalgewichtig gelten Menschen mit einem Body-Mass-Index (BMI) bis 25. Liegt der BMI darüber, spricht man von Übergewicht und ab einem BMI über 30 von starkem Übergewicht beziehungsweise Adipositas.

Geht man vom Taille-Hüft-Quotienten aus (Waist-to-Hip-Ratio), liegt bei Frauen ab Werten von 0,85 und bei Männern ab 1,0 starkes Übergewicht vor – und damit ein erhöhtes Risiko für Schlaganfall und andere Erkrankungen.

Um den Taille-Hüft-Quotienten zu ermitteln, benötigen Sie ein Maßband. Messen Sie den Umfang der Taille in Höhe des Nabels und den Hüftumfang über der weitesten Stelle. Anschließend teilen Sie den Taillen-Wert durch den Hüft-Wert.

Regelmäßig Sport treiben

Mangelnde Bewegung ist ein Risikofaktor für Schlaganfall. Vorbeugen kann also, wer körperlich aktiv wird.

Regelmäßige Bewegung senkt dabei nicht nur das Schlaganfallrisiko, sondern wirkt sich zudem positiv auf Blutdruck, Blutzucker- und Cholesterinwerte sowie auf das Körpergewicht aus.

Dazu ist kein Leistungssport nötig: Bereits 150 Minuten moderate Bewegung pro Woche genügen, etwa in Form von raschem Spazierengehen, Walken, Radfahren oder Schwimmen. Fachleute empfehlen zusätzlich zweimal pro Woche Kraftübungen, um die größeren Muskelgruppen im Körper zu trainieren.

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