Bundesländer-Ranking

Wie höflich sind die Menschen in Niedersachsen?


Aktualisiert am 19.04.2026 – 01:33 UhrLesedauer: 2 Min.

Eine Frau lächelt in die Kamera: Vergleichsweise viele Niedersachsen empfinden ihre Mitmenschen im Alltag als höflich. (Quelle: Panthermedia/AntonioGuillem_1/imago)

Die Niedersachsen gelten laut der gängigen Klischees als wortkarg, manchmal auch als etwas stoffelig. Doch sie werden auch als höflich wahrgenommen, wie eine neue Umfrage zeigt.

Der Umgangston in Deutschland wird offenbar rauer. Zumindest empfinden das viele so. Eine aktuelle Umfrage der Sprachlernplattform Babbel hat ergeben, dass jeder Zweite mehr Respektlosigkeit im Alltag begegnet als noch vor fünf Jahren.

Doch „wie höflich oder unhöflich sich das Alltagsleben anfühlt, hängt offenbar auch davon ab, wo in Deutschland man lebt.“ Der Auswertung zufolge beschreiben 45 Prozent der Niedersachsen ihren Alltag als „sehr höflich“ oder „eher höflich“. Damit landet das Bundesland auf dem zweiten Platz des Rankings der höflichsten Bundesländer.

Noch freundlicher geht es der Auswertung zufolge nur in Hamburg zu: 61 Prozent der Hamburger empfinden ihren Alltag als höflich. Auf Platz drei und vier landen Bayern und Thüringen mit jeweils knapp 44 Prozent. Bundesweit liegt der Durchschnitt bei knapp 42 Prozent.

Auf den hinteren Plätzen landen Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Bremen. Nur rund ein Drittel der Einwohner dieser Bundesländer spricht von einem höflichen Alltag.

85 Prozent aller Befragten gaben an, dass sie sich selbst als höflich wahrnehmen. Aber nur 42 Prozent nehmen auch andere so wahr. Zudem sagen 59 Prozent, dass die Unfreundlichkeit der Menschen in den vergangenen fünf Jahren zugenommen habe.

Dabei zeigt sich auch ein Unterschied zwischen den Generationen: 65 Prozent der Boomer (Jahrgänge 1955 bis 1969 finden, dass der Umgangston rauer geworden ist. Nur 39 Prozent der Gen Z empfinden das ebenfalls so.

Grundlage der Erhebung ist eine repräsentative Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov. Befragt wurden 1.012 Personen in Deutschland. Die Befragung wurde im Zeitraum 17. bis 19. März 2026 durchgeführt.

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