Link-Vorschau mit Haken

So schalten Sie das Tracking bei WhatsApp ab

Aktualisiert am 24.03.2026 – 11:47 UhrLesedauer: 2 Min.

WhatsApp und Signal: Beide Messenger bieten Link-Vorschauen, die aber von den Entwicklern unterschiedlich umgesetzt worden sind. (Quelle: Zacharie Scheurer/dpa-tmn/dpa-bilder)

Wer bei WhatsApp einen Link teilt, gibt mehr preis als vielleicht gedacht: Die Link-Vorschau kann die eigene IP-Adresse übertragen. Wie sich das verhindern lässt – und was Konkurrent Signal anders macht.

WhatsApp kann zu verschickten Links kleine Vorschaubildchen der Webseiten oder Inhalte im Chatverlauf anzeigen. Der Vorteil: Empfänger müssen nicht auf den Link klicken und warten, bis sich der Browser öffnet, um ungefähr zu sehen, was sie auf der jeweiligen Seite oder auch in einem verlinkten Video erwartet.

Der Nachteil: Die IP-Adresse des Absenders wird zusammen mit der Link-Vorschau übertragen. Und über die IP-Adresse ist es etwa für die Inhalte-Anbieter möglich, ungefähr den jeweiligen Standort zu bestimmen – oder zu verfolgen, wo jemand so überall im Netz unterwegs ist. Das nennt sich Tracking.

Wer das nicht möchte, kann die Link-Vorschau in WhatsApp einfach abschalten. Dafür müssen Sie zu „Einstellungen/Datenschutz/Erweitert“ navigieren und die Option „Linkvorschau deaktivieren“ einschalten.

Die eigene IP-Adresse lässt sich auch bei WhatsApp-Calls schützen: Wer unter „Einstellungen/Datenschutz/Erweitert“ die Funktion „IP-Adresse in Anrufen schützen“ aktiviert, überträgt die Adresse bei Calls nicht mehr an den jeweiligen Kontakt, weil die Anrufe dann über WhatsApp-Server laufen. Möglicherweise verschlechtert sich aber die Anrufqualität. WhatsApp-Gruppenanrufe laufen immer über die Anbieter-Server.

Und wie ist es bei Signal um die Sicherheit in Bezug auf diese Funktion bestellt? Bei diesem Privatsphäre-orientierten Messenger lassen sich Link-Vorschauen unter „Einstellungen/Chats“ natürlich auch jederzeit ein- oder ausschalten. Allerdings ist dies zum Schutz vor Tracking gar nicht notwendig, sondern nur, wenn jemandem die Vorschaufunktion an sich nicht gefällt.

Denn das Erstellen der Link-Vorschau ist bei Signal technisch so gelöst, dass zum einen die Entwickler nicht erfahren, welche Links Nutzer verschicken. Zum anderen enthalten etwa die Inhalte-Anbieter hinter den Links keine IP-Adressen der Nutzer. Dritten ist es bei Signal also nicht möglich, Nutzer aufgrund der Link-Vorschau auf ihrem Weg durchs Netz zu verfolgen.

Geht es um Anrufe, bei denen die eigene IP-Adresse nicht offengelegt werden soll, bietet auch Signal die Möglichkeit, alle Calls über die Signal-Server zu leiten. Um das zu aktivieren, navigiert man in den Einstellungen zu „Datenschutz/Erweiterte Einstellungen/Anrufe immer indirekt“ und betätigt dort den Schieberegler.

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