Erfolg am Tegernsee

Hexal-Brüder knacken nächste Milliarden-Marke


17.03.2026 – 09:16 UhrLesedauer: 2 Min.

Thomas und Andreas Strüngmann im Jahr 2003 (Archivbild): Die Investoren vom Tegernsee profitieren langfristig von ihrem Einstieg bei BioNTech. (Quelle: Andreas Pohlmann / picture alliance)

Das Reinvermögen der Zwillinge liegt laut „Forbes“ nun bei 12 Milliarden. Ein früherer Millionen-Deal spielt dabei eine ganz entscheidende Rolle.

Das US-Magazin „Forbes“ hat die neuen Vermögenswerte für das Jahr 2026 veröffentlicht. Demnach beläuft sich das Reinvermögen von Thomas und Andreas Strüngmann aktuell auf 12 Milliarden US-Dollar. Die Familie verzeichnet damit im Vergleich zu den Vorjahren einen Zuwachs und gehört weiterhin zu den wohlhabendsten Haushalten in Deutschland.

Die Grundlage für das heutige Vermögen bildet der Generika-Hersteller Hexal, den die Zwillinge 1986 in Holzkirchen gründeten. Im Jahr 2005 verkauften sie das Unternehmen für rund sieben Milliarden Euro an den Schweizer Pharmakonzern Novartis. Das Kapital aus diesem Verkauf wird seitdem über die Santo Holding verwaltet und in verschiedene Unternehmen der Gesundheitsbranche reinvestiert.

Ein wesentlicher Bestandteil des Portfolios ist die Beteiligung an BioNTech. Die Strüngmann-Brüder finanzierten das Mainzer Unternehmen bereits in der Gründungsphase im Jahr 2008. Damit sicherten sie die Entwicklung der mRNA-Technologie ab, die später als Basis für den ersten zugelassenen Corona-Impfstoff diente.

Trotz der Kursschwankungen an den Aktienmärkten hat sich die Bewertung ihrer Anteile im Jahr 2026 stabilisiert. Neben BioNTech halten die Brüder Beteiligungen an weiteren Biotech-Firmen, die schwerpunktmäßig am Wissenschaftsstandort München-Martinsried angesiedelt sind. Die Streuung innerhalb des Gesundheitssektors gilt als Faktor für die aktuelle Vermögensentwicklung.

Die mittlerweile 75-Jährigen leben am Tegernsee und treten in der Öffentlichkeit kaum in Erscheinung. Ihr wirtschaftlicher Einfluss konzentriert sich auf die Förderung der Life-Science-Branche in der Region München. Unter anderem unterstützen sie Forschungseinrichtungen wie das Ernst-Strüngmann-Institut.

Mit dem aktuellen Stand von 12 Milliarden Dollar hat sich das Vermögen seit dem Verkauf von Hexal nahezu verdoppelt. Die Strategie, Erlöse aus dem klassischen Pharmageschäft in neue Biotechnologien zu investieren, bestimmt bis heute die Struktur der Familienfinanzen.

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