Das kann zum Beispiel passieren, wenn die Hände zuvor den Analbereich berührt haben und danach die Hände nicht ausreichend gewaschen wurden – etwa nach dem Stuhlgang oder weil dem Impuls, sich dort zu kratzen, nachgegeben wurde. Wer danach Gegenstände anfasst oder jemandem die Hand gibt, kann die Eier weitergeben. Auch Lebensmittel können so verunreinigt werden.

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Vor allem Kleinkinder kratzen sich bei einem Madenwurmbefall im Schlaf rasch einmal am Po, ohne es zu merken. Denn während die Madenwürmer in den Hautfalten am Analbereich Eier ablegen, bewegen sie sich. Diese Bewegung kann nachts einen starken Juckreiz hervorrufen, der jedoch meist erst bei starkem Befall auftritt.

Werden beim Kratzen im Analbereich versehentlich Madenwürmer zerdrückt, kann dadurch zudem mit einem Mal eine große Menge Eier freigesetzt werden und sich in der Kleidung oder im Bett verteilen.

Madenwürmer: Was den Befall aufrechterhalten kann

Da kleine Kinder häufig die Finger oder auch Spielzeuge in den Mund nehmen, stecken sie sich dabei unter Umständen selbst wieder an (sogenannte Autoinfektion). Das kann dazu führen, dass der Madenwurmbefall längere Zeit aufrechterhalten wird. Zu einer Selbstinfektion kann es außerdem kommen, wenn aus den Eiern in den Falten des Analbereichs Larven schlüpfen und zurück in den Darm wandern.

Eher selten: Madenwurm-Ansteckung über die Luft

Außerhalb des Körpers, wie etwa auf Oberflächen, im Bettzeug oder auf Kleidung, überleben die Wurmeier mehrere Tage und können dann noch ansteckend sein – je nach Literaturquelle fünf bis zwanzig Tage lang. Wird die Luft nun aufgewirbelt (etwa beim Bettenaufschlagen), können sie unter Umständen eingeatmet werden und so zu einer Ansteckung führen. Das passiert normalerweise jedoch nur selten.

Madenwürmer: Was das Ansteckungsrisiko erhöht

Bestimmte Umstände können die Ansteckung mit Madenwürmern begünstigen, wie fehlendes oder nicht ausreichendes Händewaschen nach dem Stuhlgang oder vor dem Essen.

Andere Faktoren, die eine Übertragung fördern, sind etwa Nägelkauen oder das Lutschen am Daumen. Auch das In-den-Mund-Nehmen von Spielzeug oder anderen Gegenständen kann zu einer Madenwurminfektion beitragen. Vor allem bei Kindern spielen unbemerktes Kratzen im Analbereich und späteres Finger-in-den-Mund-Nehmen eine Rolle.

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