Tipps bei Heuschnupfen
Sport trotz Pollenflug? Das raten Fachleute
13.03.2026 – 13:14 UhrLesedauer: 3 Min.
Mit dem Frühling steigt die Lust, sich draußen zu bewegen – aber auch die Pollenbelastung. Wie verhalten sich Menschen mit Heuschnupfen nun am besten?
Die Pollenallergie ist die häufigste Allergie in Deutschland. Wer betroffen ist, weiß: Selbst die schönste Lauf- oder Radstrecke lässt sich kaum genießen, wenn die Augen jucken, die Nase läuft und man weniger Luft bekommt als gewohnt. Wer ein paar Dinge beachtet, kann sich das Outdoor-Training aber trotz Heuschnupfen etwas angenehmer machen.
So rät Christoph Raschka, Vizepräsident des Sportärzteverbandes Hessen, die Pollenflugvorhersagen zu checken. Für die Hasel, die Ihnen stets fiese Niesattacken beschert, zeigt die Pollenflugkarte rot? Dann ist es eine Überlegung wert, das Training zu verschieben oder nach drinnen zu verlegen – etwa auf das Laufband im Fitnessstudio.
Wie stark die Pollenbelastung ausfällt, hängt auch von der Tageszeit ab. Zwei Faustregeln, an der sich Sportlerinnen und Sportler bei ihrer Planung orientieren können, liefert das Portal „Klima Mensch Gesundheit“ des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG):
Das sind allerdings nur grobe Richtwerte. Je nach Pflanzenart, geografischer Lage und Wetterbedingungen können sich die Pollen vor Ort auch ganz anders verhalten.
Wer seine Trainingseinheiten plant, kann auch das Wetter einbeziehen. „Wenn es zum Beispiel erst geregnet hat, ist die Luft meist weniger pollenbelastet“, sagt Raschka, der auch Sportmedizin-Professor an der Universität Würzburg ist.
Zuletzt kann die Wahl der Lauf- oder Radstrecke ein Hebel sein. Führt die Route durch einen Nadelwald? Sehr gut. Dort fliegen laut dem Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB) weniger Pollen als an Wiesen- oder Ackerrändern. Alternativ bleibt die Flucht aufs oder ins Wasser: Beim Segeln, Surfen, Schwimmen oder Stand-up-Paddling ist nur eine geringe Pollenbelastung zu erwarten.
Die Sportklamotten liegen bereit, es kann losgehen? Dann gibt es noch die folgenden Dinge zu beachten:
Sportmediziner Raschka rät, die Nase vor dem Sport mit etwas Kochsalzlösung zu spülen oder ein Meerwasser-Nasenspray zu verwenden. So können Sportlerinnen und Sportler besser durch die Nase atmen.
Ein weiterer, hilfreicher Handgriff: „Wer unter einer allergiebedingten Reizung der Augen leidet, sollte unbedingt die Augen mit einer Sonnenbrille schützen“, so Raschka.
