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Neue E-Auto-Förderung: Wer jetzt wie viel Geld bekommt
Aktualisiert am 08.05.2026 – 15:12 UhrLesedauer: 3 Min.
Die neue Förderprämie für E-Autos kommt. Wer von ihr profitieren kann und für welche Autos sie gilt.
Wer ein Elektroauto kauft oder least, bekommt künftig je nach persönlichen Umständen und Fahrzeugart zwischen 1.500 und 6.000 Euro vom Staat. Wer weniger verdient oder Kinder hat, bekommt mehr innerhalb dieser Spanne. Was man jetzt wissen muss zum neuen Förderprogramm.
Warum kommt die Prämie?
Die Prämien sollen helfen, den Preisunterschied zwischen Elektrofahrzeugen und vergleichbaren Verbrennern in kleineren Fahrzeugklassen zu reduzieren. Zwar bleiben Benziner oft günstiger, sodass die Förderung nicht automatisch Elektroautos zur günstigsten Option macht. Bei den Gesamtkosten dürften Letztere inzwischen aber vorn liegen.
Für welche Fahrzeuge gilt sie?
Für neu zugelassene E-Fahrzeuge und Plug-in-Hybride.
Wer kann die Förderung beantragen?
Die Prämie richtet sich an Privatleute, die einen Neuwagen entweder kaufen oder leasen. Es gibt allerdings eine Deckelung beim Einkommen: Haushalte mit kleinem und mittlerem Einkommen sollen vorrangig berücksichtigt werden.
Folgende Dokumente sollten Sie bereithalten:
Kopie des Kauf- oder Leasingvertrags, Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I), die letzten zwei Steuerbescheide (nicht älter als drei Jahre).
Tipp: Wenn Sie die Online-Funktion Ihres Personalausweises oder die Ausweis-App des Bundes nutzen, kann Ihr Antrag deutlich schneller bearbeitet werden.
Neue E-Auto-Förderung: Wie hoch die Einkommensgrenze ist
Die Fördergrenze liegt bei einem Haushaltseinkommen von 80.000 Euro. Das entspreche ungefähr einem monatlichen Nettoeinkommen von 4.800 Euro bei Ledigen und 5.400 Euro bei Paaren, so das Bundesumweltministerium. Die maximale Fördergrenze liegt bei 90.000 Euro Haushaltseinkommen, falls zwei Kinder vorhanden sind, durch die sich die Grenze um jeweils 5.000 Euro nach oben verschiebt.
Gilt die Förderung auch für Gebrauchtwagen?
Nein. Die Förderung ist laut Ministerium nicht Bestandteil des neuen Programms. Der Verkehrsclub VCD kritisiert dies. Bundesvorsitzende Christine Rohleder sagte: „Es sollten auch gebrauchte E-Autos gefördert werden, nicht nur Neuwagen. Alles andere ist unsozial, weil sich viele Menschen auch mit Förderung kein neues E-Auto leisten können.“
Wie hoch ist die Förderung?
Die Basisförderung liegt für reine Elektroautos bei 3.000 Euro. Für Haushalte mit einem Einkommen von maximal 60.000 Euro gibt es 4.000 Euro, für Haushalte mit einem Maximal-Einkommen von 45.000 Euro 5.000 Euro. Pro Kind steigt die Förderung um 500 Euro, insgesamt um höchstens 1.000 Euro.
Was ist mit Autos, die nicht rein elektrisch betrieben werden?
Weniger Geld gibt es für sogenannte Plug-in-Hybride, die sowohl mit Strom als auch mit Treibstoff fahren können. Für diese Autos und Fahrzeuge mit einem Range Extender liegt die Basisförderung bei 1.500 Euro. Range Extender sind kleine Verbrennungsmotoren, die die Reichweite von Elektroautos erhöhen.
Damit Autos mit diesen Technologien förderfähig sind, dürfen sie nicht mehr als 60 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen oder müssen eine elektrische Reichweite von mindestens 80 Kilometern haben. Für die Zeit ab dem 1. Juli 2027 soll die Förderung auf den Prüfstand, angedacht sind dann Vorgaben, die sich stärker am CO2-Ausstoß im realen Betrieb orientieren.
Warum sind Plug-in-Hybride umstritten?
Sogenannte Plug-in-Hybride können sowohl mit Strom als auch mit Treibstoff fahren. Wie umweltfreundlich sie sind, ist umstritten. Zwar können die Autos kürzere Strecken auch rein elektrisch fahren, ist die Batterie aber leer, verbrauchen sie wegen des zusätzlichen Gewichts mehr Sprit und stoßen dementsprechend mehr CO2 aus. Zudem entsteht bei ihrer Produktion mehr CO2 als bei einem Verbrenner.
