Die wichtigsten Tipps
So heilen Schnitt- und Brandwunden besser
Aktualisiert am 01.11.2025Lesedauer: 4 Min.
Verbrennen oder sich schneiden kennt jeder. Kleine Wunden können Sie selbst versorgen. Wie das am besten geht und wann Sie lieber einen Arzt aufsuchen sollten.
Hautverletzungen sind schnell passiert: ein Schnitt in den Finger bei der Küchenarbeit, eine kleine Brandwunde beim Kuchenbacken oder eine Schürfwunde bei der Gartenarbeit. Mit der richtigen Wundpflege heilen Wunden rasch. Die wichtigsten Tipps für die Wundbehandlung.
Die meisten Hautverletzungen lassen sich zu Hause selbst versorgen. Wichtig dabei ist, die Wunde richtig zu reinigen und zu pflegen, damit sie gut heilen kann und sich nicht entzündet. Bei größeren, tieferen, klaffenden Wunden oder großflächigeren Verbrennungen sollte man immer eine hautärztliche Praxis aufsuchen. Diese Verletzungen brauchen eine besondere Versorgung – und müssen manchmal sogar genäht werden. Auch stark verschmutzte Wunden sowie Verletzungen in der Nähe der Augen oder im Bereich der Genitalien sollten immer ärztlich versorgt werden.
„Bei Tierbissen ist ein Arztbesuch ebenfalls ratsam. Zudem ist es wichtig, zu schauen, ob die Tetanusimpfung noch Schutz bietet oder ob eine Auffrischungsimpfung gegen Wundstarrkrampf notwendig ist“, sagt Dr. Christoph Liebich, Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten in München.
Auch infizierte Wunden sollte ein Arzt behandeln. Während oft ein leichtes Jucken den Heilungsverlauf begleitet und unbedenklich ist und auch die Bildung von klarem Sekret für die Schorfbildung zur Wundheilung dazugehört, weisen andere Veränderungen des Wundbereichs auf eine Wundentzündung hin. Pocht die Wunde, ist der umgebende Hautbereich gerötet, geschwollen und warm oder bildet sich weißliches Sekret (Eiter), ist das ein Warnzeichen für eine Entzündung. „Ohne entsprechende ärztliche Behandlung besteht das Risiko einer Sepsis, also Blutvergiftung“, warnt Liebich.
Das Reinigen und Desinfizieren von Wunden ist wichtig, damit möglicher Schmutz und Erreger entfernt werden und sich die Wunde nicht entzündet. Für die Erstversorgung ist kaltes, klares Wasser gut geeignet. Kühlung ist auch bei Brandverletzungen das A und O der Erstversorgung. Schürf- und Schnittwunden anschließend mit einem Wunddesinfektionsspray behandeln.
„Mit Wasser entfernen Sie gröbere Verunreinigungen. Kälte wirkt gefäßzusammenziehend und damit schmerz- und blutstillend. Haben Sie kein fließendes Wasser zur Hand, können Sie auch Wasser aus der Trinkflasche nutzen. Mit der Wunddesinfektion töten Sie Keime ab“, sagt Liebich. „Bei Ausflügen sollten Sie immer eine Wunddesinfektion sowie Pflaster dabeihaben“, empfiehlt Liebich.
Pflaster schützen die Wunde – vor Verschmutzungen, Reibung durch Kleidung, Stöße und intensiver Sonneneinwirkung. Außerdem stellt ein Pflaster sicher, dass eine Wundsalbe nicht wieder abgetragen wird. Wundsalben wirken heilungsfördernd und antiseptisch und sind laut dem Experten in jedem Fall empfehlenswert, um den Heilungsverlauf zu unterstützen.
Damit Bakterien sich nicht weiterverbreiten können, sei der regelmäßige Pflasterwechsel mit erneuter Desinfektion der Wunde unerlässlich. Die Wunde sollte einmal am Tag neu versorgt werden. Bei Brandblasen gilt: Ein Pflaster ist bei einer kleinen Brandblase nicht zwingend erforderlich, bildet aber einen zusätzlichen Schutz des verletzen Bereichs. Auf keinen Fall Brandblasen aufstechen. Die Blase bildet einen wichtigen Wundschutz. Durch das Aufstechen können Keime in die Wunde gelangen.











