Ölpreis stürzt ab

So billig könnten Tanken und Heizen werden


Aktualisiert am 25.06.2026 – 14:23 UhrLesedauer: 3 Min.

Seit etwa zwei Wochen sinken die Ölpreise durch die Hoffnung auf ein Ende des Iran-Kriegs. (Archivbild) (Quelle: Alain Jocard/AFP/dpa/dpa-bilder)

Die Ölpreise sind zuletzt kräftig gesunken. Davon profitieren Autofahrer und Heizölkunden – und möglicherweise noch mehr Verbraucher.

Seit Anfang des Monats kennen die Ölpreise auf dem Weltmarkt nur eine Richtung: nach unten. In den vergangenen zwei Wochen hat sich die Talfahrt beschleunigt. Der für den europäischen Markt wichtige Preis für Rohöl der Sorte Brent aus der Nordsee fiel zeitweise auf 72,24 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Das ist der tiefste Stand seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar.

Warum fallen die Ölpreise so stark?

Seit etwa zwei Wochen sinken die Ölpreise durch die Hoffnung auf ein Ende des Iran-Kriegs. Experten sehen einen wesentlichen Grund bei den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran. Nach ersten Gesprächen hatten beide Länder Fortschritte signalisiert, wenngleich ihre Darstellungen bisweilen auseinandergingen. Infolge eines ersten Rahmenabkommens haben bereits mehr Öltanker die Straße von Hormus durchqueren können. Die Blockade der für die Weltwirtschaft bedeutenden Meerenge hatte den Ölpreis im März zeitweise auf mehr als 120 Dollar je Barrel getrieben.

Neben dem zunehmenden Schiffsverkehr erklärten Experten der Dekabank den jüngsten Rückgang beim Ölpreis auch mit Lagerbeständen im Iran. Sollten die Sanktionen der USA gegen den Iran nachhaltig gelockert bleiben, könnten die angesammelten Ölreserven des Förderlandes auf den Markt kommen und ein zusätzliches Angebot schaffen.

Zeigt die Entwicklung auf dem Ölmarkt Wirkung an den Tankstellen?

Der Weltmarkt für Rohöl ist ein wichtiger Treiber für Veränderungen bei den Spritpreisen. Wie aus Daten des ADAC hervorgeht, waren die Preise für Diesel bereits am Mittwoch knapp unter den Vorkriegswert gefallen, als für einen Liter zeitweise 1,73 Euro gezahlt wurde. Seitdem ging es mit dem Preis für Diesel noch weiter nach unten. Selbiges gilt für E10. Hier wurden gestern 1,83 Euro als Durchschnittspreis genannt.

Allerdings wird der Tankrabatt, der die Steuern pro Liter um 16,7 Cent senkt, Ende des Monats auslaufen, woraufhin die Spritpreise wohl wieder steigen werden. Ein Anstieg, der aber durch die jüngste Entwicklung am Ölmarkt erträglicher sein dürfte. Die jüngsten Preisrückgänge auf dem Weltmarkt wirken nämlich in der Regel mit einiger Verzögerung an den Tankstellen.

Wie entwickeln sich die Preise für Heizöl?

Besonders Besitzer von Ölheizungen dürften die Entwicklung des Ölpreises im Blick haben. Denn die nun anstehende saisonal bedingte Tankbefüllung dürfte wesentlich günstiger ausfallen als noch vor drei Monaten befürchtet.

So liegt der aktuelle Heizölpreis im bundesweiten Durchschnitt laut dem Heizölportal Tecson bei 116,10 Euro pro 100 Liter bei einer Bestellmenge von 3.000 Litern. Die Plattform Esyoil nennt hingegen einen Durchschnittswert von 109,48 Euro.

Share.
Exit mobile version