Nur drei Zutaten

Ist selbstgemachte Hefe ungesund?


Aktualisiert am 05.06.2026 – 19:55 UhrLesedauer: 3 Min.

Hefeteig: Wer den Hefeteig nicht am selben Tag backen möchte, kann ihn für kurze Zeit im Kühlschrank lagern.

Hefeteig: Die Hefepilze sorgen dafür, dass der Teig gut aufgeht. (Quelle: elfgradost/getty-images-bilder)

Selbst gezüchtete Wildhefe spart Einkauf und Verpackung und lässt sich lange bevorraten. Entscheidend bleiben Hygiene, Ruhezeiten und die richtige Lagerung.

Backhefe ist ein beliebtes Gär- und Treibmittel, das vor allem für die Zubereitung von Kuchen, Brot und Pizzateig benötigt wird. Falls Sie keine frische Hefe oder Trockenhefe zur Hand haben, können Sie sie auch einfach selbst herstellen.

Hefe mit drei Zutaten selbst machen

Hefe können Sie in wenigen Schritten und mit etwas Geduld auch ganz einfach selbst machen. Dazu benötigen Sie folgende Zutaten:

  • 500 Milliliter stilles Mineralwasser oder Leitungswasser mit einem geringen Kalkgehalt
  • 1 ungeschwefelte Dattel
  • 1 TL brauner Zucker
  • 1 Schraubglas oder eine Flasche mit Verschluss

Tipp
Anstatt Datteln können Sie auch andere, ungeschwefelte Trockenfrüchte wie Feigen oder Aprikosen verwenden. Wichtig ist, dass das Obst viel Zucker enthält und eine klebrige Oberfläche aufweist, an der sich die Pilze und Bakterien ansammeln können.

  • Füllen Sie 500 Milliliter lauwarmes Wasser in das Schraubglas.
  • Geben Sie einen Teelöffel braunen Zucker hinzu. Wenn Sie keinen braunen Zucker zur Hand haben, können Sie alternativ auch Honig oder raffinierten Zucker verwenden.
  • Legen Sie nun die Trockenfrucht in das Glas.
  • Verschließen Sie den Deckel gut.
  • Schütteln Sie das Gefäß, damit sich alles gut miteinander vermengen kann.
  • Das Wasser-Trockenfrucht-Gemisch sollte nun für mindestens acht Tage bei Raumtemperatur gelagert werden. In der Zeit fermentieren die Zutaten.

Wichtig dabei ist, dass Sie das Gefäß mindestens zweimal täglich gut schütteln. Durch die Bewegung der Flüssigkeit wird die Schimmelbildung verhindert. Zudem können Sie einmal täglich kurz den Deckel abschrauben, damit die gebildeten Gase entweichen können.

Die Hefemischung ist fertig, wenn Ihnen beim Öffnen ein leicht vergorener Geruch entgegenkommt.

Nach acht Tagen sollten Sie das Gemisch in den Kühlschrank stellen.

Hefe mit Bier selbst herstellen

Auch mit Hefeweizenbier lässt sich Hefe selbst herstellen. Dies wird mit Mehl und Zucker vermengt. Allerdings kann es vorkommen, dass das Mischverhältnis nicht korrekt ist, nicht genug Hefepilze entstehen und sodann der Teig nicht aufgeht. Auch die Art des Bieres beeinflusst das Mischverhältnis, erklärt die Verbraucherzentrale Bayern.

So wird das Hefewasser verwendet

Beim Backen können Sie das Wasser ganz leicht durch das selbst hergestellte Hefewasser im Rezept ersetzen. Wichtig ist, dass der Teig ohne Frischbackhefe länger ruhen muss, damit er aufgeht. Am besten setzen Sie den Teig etwa 24 Stunden vorher an und stellen ihn zum Ruhen in den Kühlschrank.

Tipp
Wenn Ihnen der typische Hefegeschmack in Ihrem Gebäck zu intensiv ist, können Sie die Hefe einfach geringer dosieren. Allerdings sollte in dem Fall der Teig länger ruhen, damit er entsprechend aufgehen kann.

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