190 Mitarbeiter bangen
Ostdeutscher Discounter insolvent – 30 Filialen trotzdem gerettet?
Aktualisiert am 29.03.2026 – 13:38 UhrLesedauer: 2 Min.
Für Teile der insolventen Schnäppchenkette Groschen-Markt gibt es Hoffnung. Gespräche mit Investoren könnten Standorte und Jobs sichern – doch der Markenname steht vor dem Aus.
Für die insolvente Discounterkette Groschen-Markt zeichnet sich eine Teilrettung ab. Nach Angaben des vorläufigen Insolvenzverwalters Olaf Spiekermann stehen Verhandlungen mit mehreren Investoren kurz vor dem Abschluss. Demnach könnten mehr als 30 der zuletzt 41 Filialen erhalten bleiben, ebenso ein Großteil der rund 190 Arbeitsplätze. Das berichteten zuerst die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ und „Bild“ übereinstimmend.
Das Unternehmen hatte im Dezember 2025 Insolvenz angemeldet. Als Gründe nannte die Betreibergesellschaft DEC Handelsgesellschaft mbH aus Thüringen ein verändertes Kaufverhalten sowie wachsende Konkurrenz durch Onlinehändler und internationale Billigketten. Die Filialen befinden sich vor allem in ländlichen Regionen Ostdeutschlands.
Ob einzelne Standorte tatsächlich fortgeführt werden, hängt auch von den jeweiligen Vermietern ab, da die Flächen angemietet sind. „Wir bemühen uns um jeden Arbeitsplatz“, sagte Insolvenzverwalter Spiekermann laut einer Pressemitteilung. Das Insolvenzverfahren soll voraussichtlich Anfang April eröffnet werden. Erst dann können Verträge mit Investoren abgeschlossen werden.
Ein vollständiger Verkauf der Kette ist nicht in Sicht. Stattdessen wollen mehrere Interessenten jeweils Teile des Unternehmens übernehmen. Nach bisherigen Informationen könnten drei Investoren zum Zuge kommen. Sie planen, die Filialen unter eigenen Namen und mit neuen Konzepten weiterzuführen.
Für Kunden bedeutet das kurzfristig einen Ausverkauf. Nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens sollen die Waren zu deutlich reduzierten Preisen angeboten werden – vermutlich ein letztes Mal unter dem Namen Groschen-Markt. Wie die Geschäfte künftig aussehen werden, ist noch offen.
