Wie man sie schützt

So gefährlich ist heißer Asphalt für Hundepfoten


26.06.2026 – 13:06 UhrLesedauer: 3 Min.

Hundepfoten auf Asphalt: Der Sieben-Sekunden-Test zeigt, wann der Untergrund gefährlich wird. (Quelle: manushot)

Heißer Asphalt kann Hundepfoten schwer verbrennen – oft schneller, als Halter es bemerken. Was Sie beachten müssen und welche Maßnahmen helfen.

Im Sommer kann sich der Boden schnell aufheizen – sogar, wenn es noch gar nicht so warm ist. Doch während wir in Sandalen oder Turnschuhen auf dem heißen Gehweg unterwegs sind, laufen Hunde sozusagen barfuß.

Was viele Hundehalter nicht wissen: Schon bei angenehmen 25 Grad Außentemperatur kann Asphalt Temperaturen von über 50 Grad erreichen. Das ist genug, um die empfindlichen Pfotenballen eines Hundes ernsthaft zu verletzen. Wer seinen Vierbeiner schützen möchte, sollte wissen, wann Gefahr droht, wie man sie erkennt und was im Notfall zu tun ist.

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Der Sieben-Sekunden-Test: So prüfen Sie die Bodentemperatur

Die Lufttemperatur ist kein verlässlicher Maßstab für die Hitze am Boden. Asphalt heizt sich unter direkter Sonneneinstrahlung deutlich stärker auf als die Umgebungsluft – und das schneller als viele vermuten. Laut der Tierschutzorganisation Vier Pfoten können folgende Temperaturunterschiede entstehen:

  • Bei 25 °C Lufttemperatur: bis zu 52 °C auf dem Asphalt
  • Bei 31 °C Lufttemperatur: bis zu 62 °C
  • Bei 35 °C Lufttemperatur: bis zu 65 °C

Dabei ist Asphalt nicht der einzige gefährliche Untergrund. Eine Studie der Frostburg University zeigt, dass auch Beton (ca. 40 °C) und Pflastersteine (ca. 43 °C) bei Hitze gefährlich heiß werden können, wenn auch etwas weniger als Asphalt. Besonders heiß wird dunkler Straßenbelag unter direkter Sonneneinstrahlung.

Bevor Sie mit Ihrem Hund losgehen, lohnt sich ein einfacher Selbsttest: Legen Sie Ihren Handrücken für sieben Sekunden auf den Asphalt. Müssen Sie die Hand vorher wegziehen, weil es zu heiß wird, ist der Untergrund auch für Ihren Hund zu heiß. Alternativ können Sie kurz barfuß auf die Straße treten – ist es für Sie unangenehm, gilt das auch für Ihren Vierbeiner.

Woran erkennt man verbrannte Pfoten?

Hunde zeigen Schmerzen oft nicht sofort deutlich. Achten Sie auf Warnsignale wie zögerndes Laufen oder Humpeln, häufiges Lecken oder Knabbern an den Pfoten, Rötungen oder dunkle Verfärbungen der Ballen sowie Blasenbildung oder offene Wunden an den Pfoten.

Wenn es trotz aller Vorsicht zu einer Verbrennung kommt, ist schnelles Handeln wichtig:

  • Hund sofort aus der Hitze bringen – in den Schatten oder nach Hause
  • Pfoten mit lauwarmem, fließendem Wasser kühlen
  • Kein Eis verwenden, da dies die Wunde verschlimmern kann
  • Pfoten schützen – mit einem sauberen Verband oder einer Socke abdecken
  • Den Hund nicht lecken lassen, um Infektionen zu vermeiden.

Verbrennungen an Hundepfoten können ersten, zweiten oder dritten Grades sein – von Rötung und Schwellung über Blasenbildung bis hin zu verkohlter Haut. In jedem Fall gehört eine Verbrennung in tierärztliche Hände. Je nach Schweregrad können Schmerzmittel oder weitere Behandlungen notwendig sein.

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