So gelingt der Wechsel

Daran merken Sie, dass Ihr Auto neue Zündkerzen braucht


05.05.2026 – 14:22 UhrLesedauer: 3 Min.

Zündkerzenwechsel: Zumindest bei älteren Auto ist er meist gar kein Problem. (Quelle: Carlos Rodelas via www.imago-images.de/imago)

Auch bei modernen Fahrzeugen müssen regelmäßig die Zündkerzen gewechselt werden. Woran man erkennt, dass es Zeit für den Austausch ist und was dabei zu beachten ist.

Wer seinen Benziner fährt, ohne sich je Gedanken über die Zündkerzen zu machen, wird das vermutlich einmal zu spüren bekommen. Spätestens dann wird es Zeit für eine Kontrolle. Denn auch bei modernen Fahrzeugen gilt: Ohne funktionierende Zündkerzen kommt kein Zündfunke – und damit kein Vortrieb. Doch wie erkennt man defekte Kerzen? Wann ist der Wechsel fällig? Und lässt sich das auch selbst erledigen?

Zündkerzen haben in Ottomotoren eine zentrale Aufgabe: Sie entzünden das Kraftstoff-Luft-Gemisch im Zylinder mit einem elektrischen Funken. Ohne diese Zündung gäbe es keine kontrollierte Verbrennung, keine Motorkraft und keinen Antrieb.

Eine Kerze pro Zylinder ist Standard – bei sogenannten Doppelzündungen auch zwei. Je nach Ausführung, Material und Einsatzbedingungen halten Zündkerzen unterschiedlich lang. Doch irgendwann ist jede verschlissen.

Es sind meist typische Symptome, die auf Probleme mit den Zündkerzen hinweisen:

Ein genauer Blick auf die Zündkerze selbst liefert oft zusätzliche Hinweise: Intakte Kerzen zeigen eine gleichmäßige rehbraune Färbung an der Elektrode. Verfärbungen, Ablagerungen oder Verkrustungen deuten dagegen auf Fehlfunktionen hin – etwa auf eine zu fette Verbrennung oder Ölreste im Brennraum.

Zündkerzen sind Verschleißteile. Üblicherweise müssen sie alle 30.000 bis 60.000 Kilometer erneuert werden – je nach Fahrzeugmodell und verwendetem Zündkerzentyp. Einige moderne Iridium- oder Platin-Kerzen schaffen sogar 100.000 Kilometer, bevor sie ausgetauscht werden müssen. Konkrete Wechselintervalle nennt das Handbuch des jeweiligen Fahrzeugs. Dort finden sich auch Angaben zur passenden Kerzenausführung.

Unabhängig davon gilt: Wenn sich erste Symptome zeigen, sollten Sie nicht lange warten. Es drohen Folgeprobleme am Motor und am Katalysator, wenn unverbrannter Kraftstoff in den Abgasstrang gelangt.

Ja – vor allem bei vielen älteren Fahrzeugen, bei denen sich nicht alles hinter Kunststoffverkleidungen verbirgt. Der Austausch lässt sich mit etwas technischem Geschick und dem passenden Werkzeug selbst erledigen. Wichtig ist dabei: Der Motor muss vollständig abgekühlt sein, denn bei Hitze können sich neue Kerzen beim Einschrauben im Zylinderkopf festsetzen. Außerdem muss die Zündung ausgeschaltet und idealerweise der Minuspol der Batterie abgeklemmt werden.

Share.
Exit mobile version