Der Wert ist noch höher, wenn in den Ringen hochwertige Steine eingelassen sind. Der Wert von Edelsteinen wie Diamanten, Rubinen, Smaragden und Saphiren hängt nicht nur von ihrem Gewicht, sondern auch von weiteren Faktoren wie Qualität, Farbe, Klarheit und dem Schliff ab. Dennoch lässt sich eine grobe Schätzung des Wertes anhand des Gewichts anstellen.
Einige Diamanten können pro Karat bis zu 25.000 Euro bringen, wobei besonders hochwertige Exemplare, insbesondere in seltenen Farben wie Blau oder Pink, deutlich teurer sein können. Auch Rubine können pro Karat bis zu 15.000 Euro im Verkauf einbringen. Smaragde und Saphire sind im Vergleich deutlich günstiger und liegen bei Preisen zwischen 500 und 10.000 Euro pro Karat.
Der Kaufpreiserlös bei Einzelanfertigungen ist oft höher als bei Eheringen von der Stange bei gängigen Anbietern. In individuellen Manufakturen werden die einzelnen Fertigungsschritte von Hand vorgenommen. Doch das allein garantiert keinen höheren Verkaufserlös.
Der Materialwert eines Eherings basiert grundsätzlich auf den verwendeten Materialien – also dem Goldgehalt, den Edelsteinen und dem Design. Doch bei Luxusmarken wie Cartier, Louis Vuitton, Tiffany oder Rauschmayer spielen zusätzlich der Markenwert und Exklusivitäte eine wichtige Rolle. Wenn der Ring in gutem Zustand ist, kann er aufgrund des Markennamens einen höheren Preis erzielen als ein vergleichbarer Ring ohne Markenname.
Es ist grundsätzlich möglich, einen Ehering beim lokalen Juwelierhändler zu verkaufen, aber es gibt einige Faktoren, die den Verkaufserlös beeinflussen können. Vorteil: Ein erfahrener Juwelier oder Goldhändler kann nach einer Begutachtung das Metall und den Stein des Eherings bestimmen. Ebenso ist er in der Lage, die Echtheit zu bestätigen. Hochwertige Ringe verfügen in der Regel auch über ein Zertifikat.
Zwar bieten lokale Juweliere und Goldhändler oft eine schnelle und unkomplizierte Möglichkeit, Schmuck anzukaufen. Wer verkaufen will, sollte sich jedoch bewusst sein, dass der angebotene Preis oft unter dem tatsächlichen Marktwert des Rings liegt. Das liegt daran, dass der Händler einen Gewinn erzielen möchte, weshalb der Preis nach unten angepasst wird.
Daher ist es ratsam, sich vorher zu informieren und verschiedene Angebote einzuholen. Auch kann es hilfreich sein, den Ring vorab von einem unabhängigen Gutachter bewerten zu lassen. Zudem besteht die Möglichkeit, Online-Ankaufsrechner für Edelmetalle zu nutzen. Deren Preisermittlung ist an die aktuellen Börsen gekoppelt und wird ständig aktualisiert. Voraussetzung ist allerdings, dass Sie das Material und den Reinheitsgehalt Ihres Eherings kennen.
