Mehr als jeder vierte Deutsche über 40 Jahren hat eine Fettleber. Sie kann sich stark vergrößern, was dazu führt, dass zunächst ein Spannungs- und Druckgefühl im rechten Oberbauch in der Gegend über der Leber entsteht. Später können dumpfe Schmerzen dazukommen. Auch Blähungen oder Durchfall können Hinweise auf eine Fettleber sein.
Abgeschlagenheit kann viele Ursachen haben, wird aber auch im Zusammenhang mit Lebererkrankungen häufig beobachtet. Warum das so ist, ist wissenschaftlich noch nicht geklärt.
Hält der Zustand der Müdigkeit länger an und lässt sich nicht erklären, sollte daher ein Arzt aufgesucht werden. Eine gründliche Untersuchung und ein Check der Leberwerte geben Aufschluss über eine mögliche Erkrankung des Entgiftungsorgans.
Eine Lebererkrankung kann quälenden Juckreiz am ganzen Körper auslösen. Er wird durch Gallensäuren und andere Gallenbestandteile verursacht, die sich infolge einer Stauung im Blut anhäufen und daraufhin in der Haut ablagern.
Gelegentlich treten sogenannte scarlatiniforme Exantheme auf. Dabei handelt es sich um eine große Anzahl kleiner roter Pusteln auf der Haut. Außerdem können sich Gelenkschmerzen, Gliederschmerzen und Schmerzen in den Beinen bemerkbar machen.
Sternförmige, spinnenartige Äderchen an Kopf, Hals, Brust oder Armen können ein Hinweis auf eine kranke Leber sein. Diese kleinen erweiterten Venen werden deshalb auch als Lebersternchen bezeichnet. Im Gesicht zeigen sie sich häufig zuerst an Druckstellen unter der Brille.
Experten vermuten, dass Lebersternchen durch gefäßaktive Substanzen entstehen, die für Lebererkrankungen typisch sind. Da Lebersternchen aber auch ein früher Hinweis auf schwerwiegende Erkrankungen sein könnten, sollten diese Hautveränderungen in jedem Fall von einem Arzt abgeklärt werden. Immerhin zeigen sich diese Hautveränderungen bei rund 90 Prozent aller Patienten mit einer Leberzirrhose.
Eine wichtige Funktion der Leber ist die Produktion von Galle zur Unterstützung der Verdauung. Sie unterstützt dadurch die Aufnahme der Nährstoffe im Dünndarm und ist sehr wichtig für die Fettverdauung.
Bei einer gestörten Leberfunktion kann es daher zu Verdauungsproblemen kommen. Ist die Gallenproduktion gestört, können durch übermäßige Luft- und Gasansammlung Blähungen entstehen. Häufig steigt auch die Überempfindlichkeit gegenüber fetthaltigen Nahrungsmitteln und Alkohol.
Da Verdauungsstörungen im Zuge zahlreicher Erkrankungen auftreten können, ist eine gründliche internistische Untersuchung notwendig, um die Ursachen zu klären.
Wenn die Leber zu wenige Gerinnungsfaktoren produziert, kann es dazu kommen, dass Nasenbluten verstärkt auftritt und selbst kleine Verletzungen stark bluten. Auch blaue Flecken (Hämatome) entstehen leichter, wenn eine Schädigung der Leber vorliegt.
Im Zuge einer Leberzirrhose kommt es häufig zu einem erhöhten Blutdruck in der Pfortader (Pfortaderhochdruck), einer Vene, die sauerstoffarmes und nährstoffreiches Blut in die Leber transportiert. Das hat zur Folge, dass sich Krampfadern in der Speiseröhre und im Magen bilden. Sie können aufbrechen und zu lebensbedrohlichen Blutungen führen. Hierbei ist ein Erbrechen von Blut ebenso möglich wie pechschwarzer Stuhl (Teerstuhl) durch verdautes Blut. Bei diesen Warnzeichen sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden.
