Mitunter fallen Angehörigen erste Anzeichen der Erkrankung bereits auf, wenn die Betroffenen selbst sie noch gar nicht bemerken. Zum Beispiel kann die Sprache schon im Frühstadium verändert wirken und leiser werden. Auch eine depressive Stimmung mit Interessenverlust oder gereiztem Verhalten kann ein erstes Anzeichen sein.

Im weiteren Verlauf können weitere Anzeichen auffallen, wie zum Beispiel:

  • verlangsamte Bewegungen, sodass alltägliche Dinge wie Waschen oder Essen länger dauern,
  • ein Gefühl von Steifheit in Armen oder Beinen,
  • Probleme, aus einem Sessel/Stuhl aufzustehen,
  • sozialer Rückzug, etwa weil die Betroffenen das Gefühl haben, zu langsam zu sein,
  • ein veränderter, starrer Gesichtsausdruck.

Hauptsymptome bei Morbus Parkinson

Schreitet Parkinson voran, werden die charakteristischen Hauptsymptome der Krankheit erkennbar. Dazu zählen:

  • verlangsamte Bewegungen/Bewegungsarmut (Akinese),
  • Muskelsteife,
  • Zittern in Ruhe und
  • eine Störung der Haltungsstabilität.

Die ersten drei Symptome werden manchmal als Parkinson-Trias bezeichnet. Treten diese Anzeichen gemeinsam auf, ist die Erkrankung meist schon fortgeschritten. Häufig ist eine Körperseite anfangs stärker von den Symptomen betroffen als die andere.

Akinese: Bewegungsarmut bei Parkinson

Menschen mit fortgeschrittenem Parkinson leiden unter Bewegungsstörungen in Form einer Bewegungsarmut (Akinese). Sie können Bewegungen nur noch sehr langsam oder vermindert ausführen.

Erkrankte fallen durch kurze, immer kleiner werdende Schritte und einen schlurfenden Gang auf. Typisch ist, dass die Arme beim Gehen nicht mitschwingen. Tätigkeiten, für die eine gute Feinmotorik nötig ist, fallen zunehmend schwer – zum Beispiel das Binden einer Schleife oder das Einfädeln eines Fadens.

Menschen mit Parkinson haben Probleme damit, willkürliche Bewegungen auszuführen oder zu stoppen. Beim Laufen fällt es ihnen etwa schwer, den ersten Schritt zu machen, und das abrupte Beenden einer Bewegung gelingt ihnen kaum. Ihre Haltung ist oft gebückt.

Die fehlende Beweglichkeit betrifft nicht nur die Muskeln von Armen und Beinen, sondern die des ganzen Körpers. Etwa die Gesichtsmuskeln: Die Mimik wirkt im Laufe der Zeit maskenhaft und starr (sogenannte Hypomimie). Das Schlucken bereitet zunehmend Schwierigkeiten. Die Stimme wird leiser und monoton. Ein weiteres Anzeichen: Im Laufe der Erkrankung wird das Schriftbild undeutlicher und kleiner.

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