Die Allergologie, das ist die medizinische Fachrichtung, die sich mit dem Entstehen und der Behandlung von Allergien beschäftigt, arbeitet auch an Therapien und Wirkstoffen, die bei bereits bestehendem schwerem allergischem Asthma oder bei massiver Rhinitis (Nasenentzündung) eingesetzt werden können. Dazu zählen in ausgewählten schweren Fällen auch Biologika, also das Immunsystem modulierende Medikamente.

Voraussetzung ist, einzugrenzen, welche Art von Pollen dem Patienten besonders zu schaffen macht. Hier hilft ein Blick in den Pollenflugkalender, außerdem stehen dem Allergologen verschiedene Haut- und Bluttests zur Verfügung, etwa der Nachweis allergenspezifischer IgE-Antikörper im Blut, um die allergische Sensibilisierung festzustellen. Möglich sind auch sogenannte Provokationstests, Eingrenzungsverfahren, bei denen der Patient direkt mit den „verdächtigen“ Pollen konfrontiert wird, um zu sehen, wie er darauf reagiert. Das erleichtert die Auswahl der angesagten Behandlung.

Natürlich kann der Patient auch im Fall einer Allergie selbstwirksam werden. Neben der medizinischen Abklärung des Problems müssen Menschen, die besonders von Pollenallergien betroffen sind, auf Veränderungen im Alltag gefasst sein.
Zum Beispiel, was Sport im Freien oder liebgewonnene Spaziergänge in Feldern und Wiesen während der Blütezeit ihres ganz persönlichen Allergieauslösers anbelangt. Je nach Pollenart und Wetterlage kann das sogar nachts der Fall sein. Frühaufsteher sind nicht besser dran, denn der Pollenflug setzt oft schon früh am Morgen ein; auf dem Land ist die Belastung morgens häufig höher, in Städten eher abends.

Tagsüber getragene Kleidung (in der sich Pollen fröhlich versammeln) sollte nachts nicht mit ins Schlafzimmer genommen werden. Fürs (tägliche) Staubsaugen empfehlen sich Geräte mit Pollen- oder Feinstaubfiltern. Beim Autofahren bleiben die Fenster besser geschlossen. Ratsam ist eine Klimaanlage mit Pollenfilter. Auch Nasenduschen mit Kochsalzlösung können helfen, Pollen von den Schleimhäuten zu entfernen. Selbst bei der Wahl des Urlaubsziels lässt man besser Sorgfalt walten – favorisiert werden pollenarme „Reinluft-Gegenden“ etwa Hochgebirge oder Küsten.

Weil Allergien auf einer Fehlleitung von Immunreaktionen beruhen, gibt es auch in der Ernährung Möglichkeiten zur Vorbeugung beziehungsweise begleitenden Unterstützung. Vitamin C wirkt leicht antihistaminisch und ist enthalten in Brokkoli, Grünkohl, Spinat, Zitrone und Orange, Paprika, Schwarze Johannisbeere und viele andere. Vitamin D kann die Antwort unseres Immunsystems steuern und findet sich in Lachs, Hering, Makrele, Ei oder Butter (oder in Nahrungsergänzugungsmitteln, dann vorsicht in der Sonne). Omega-3-Fettsäuren helfen uns gegen Entzündungen, fettreicher Seefisch, Leinöl, Rapsöl, Walnüsse oder Nahrungsergänzungsmittel mit Fisch oder Algenöl bieten sich hier an. Schließlich kräftigt Quercetin unsere Mastzellen, es ist zum Beispiel in Äpfeln, Beeren, roten Zwiebeln, Kapern, Radicchio und Dill.

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