Geraten Sie in solch eine Situation, sollten Sie sich wie folgt verhalten:

  1. Bleiben Sie ruhig,
  2. Halten Sie das Lenkrad fest.
  3. Führen Sie keine starken Lenkbewegungen durch.
  4. Nehmen Sie den Fuß vom Gas.
  5. Gleiten Sie mit getretener Kupplung über das Wasser, bis Sie spüren, dass die Vorderreifen den Kontakt zur Fahrbahn wieder hergestellt haben. Bei Automatikschaltung ist es notwendig, dass Sie auf neutral (N) stellen.
  6. Bremsen Sie nur (und dann stark), um einen Zusammenstoß zu vermeiden.
  7. Erst wenn die Reifen wieder Bodenhaftung haben, sollten Sie wieder vorsichtig lenken.

Die richtigen Reifen wählen

Sie können schon im Vorfeld Aquaplaning vorbeugen, indem Sie die Profiltiefe der Reifen Ihres Autos regelmäßig überprüfen. Dafür reicht eine kurze Inspektion bei der nächsten Autowerkstatt. Dort werden die Profile der Reifen getestet.

Die vorgeschriebene Mindesttiefe von 1,6 Millimetern kann schon zu gering sein, um den Wagen sicher über Wasser zu führen. Aquaplaning können Sie zusätzlich vermeiden, indem Ihre Reifen eine Mindestprofiltiefe von vier Millimetern haben.

Unser Tipp
Stecken Sie eine Ein-Euro-Münze ins Reifenprofil. Sollte der goldfarbene Rand verschwinden, ist die Profiltiefe ausreichend.

Kontrollieren Sie außerdem in regelmäßigen Abständen den Reifendruck. Zu geringer Reifendruck erhöht die Aquaplaninggefahr.

Aquaplaning-Risiko verringern

Weiterhin können Sie sich bei plötzlich auftretendem Starkregen oder stehendem Wasser auf der Straße präventiv verhalten, um Aquaplaning zu vermeiden beziehungsweise mögliche Gefahren dadurch abzuwenden:

  • Fahren Sie nicht in Spurrinnen. Hier kann sich eine noch größere Menge Wasser ansammeln.
  • Reduzieren Sie Ihre Geschwindigkeit auf einen angemessenen Wert. Das Tempo sollte auf jeden Fall unter 80 km/h liegen. Je niedriger, desto geringer ist Ihr Risiko für Aquaplaning. Bei zu geringer Reifenprofiltiefe steigt das Aquaplaning-Risiko schon bei 50 km/h.
  • Fahren Sie vorausschauend und achten Sie auf die Beschilderung sowie auf andere Verkehrsteilnehmer.

Was beim Aquaplaning passiert

Zu Aquaplaning kommt es, wenn die Reifen aufgrund von Wasser den direkten Kontakt zur Fahrbahn verlieren und ins Schleudern kommen. Als Autofahrer haben Sie in solch einem Moment keine Möglichkeit, das Fahrzeug zu lenken. Auch das Abbremsen gestaltet sich bei Aquaplaning als nahezu unmöglich.

Nicht nur Spurrinnen auf der Fahrbahn sammeln Wasser, auch das Überholen von Lkw kann bei Nässe zum Problem werden. Die großen Transportfahrzeuge „schaufeln“ sozusagen das Wasser aus den Spurrinnen.

Meiden Sie bei Regen daher am besten solche Überholmanöver. Der Reifen eines Autos verfügt zwar über Profilkanäle, die das Wasser eigentlich verdrängen sollten. Hat sich jedoch zu viel Wasser angesammelt, können Sie plötzlich die Kontrolle über Ihren Wagen verlieren und Ihr Auto wird manövrierunfähig.

Wer haftet bei Aquaplaning-Schäden?

Wenn es zu einem Unfall aufgrund von Aquaplaning kommt, tragen Sie die Schuld. Selbst, wenn Sie nicht schneller als 80 km/h gefahren sind und die Profiltiefe der Reifen bei mindestens 1,6 Millimetern lag: Laut Straßenverkehrsordnung (StVO) müssen Sie Ihre Fahrgeschwindigkeit auf den Zustand der Straße und Wetter- und Sichtverhältnisse abstimmen.

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