Weil Schnee ausbleibt
Klimawandel treibt Skigebiet in Österreich in Insolvenz
02.03.2026 – 16:06 UhrLesedauer: 1 Min.
Die bei Skiurlaubern angesagte Urlaubsregion Abtenau in Österreich steht vor einem schweren Schlag. Die Karkogelbahn plagen Schulden. Ein neuer Investor stellt Bedingungen.
Das beliebte Skigebiet rund um die Karkogelbahn im Salzburger Land in Österreich hat Insolvenz angemeldet. Das berichteten die „Salzburger Nachrichten“. Demnach plagen Schulden in Höhe von rund 4,3 Millionen Euro die Bahngesellschaft, die unter anderem von der Gemeinde und dem Tourismusverband Abtenau betrieben wird. Die Zukunft der 15 Beschäftigten der Bahn hängt nun vom Sanierungsplan ab.
Die Karkogelbahn wurde 1962 gegründet. Doch machten zuletzt „primär rückläufige Besucherzahlen und wetterbedingte Umsatzeinbußen“, der Liftgesellschaft zu schaffen, wie es in österreichischen Medien heißt. Im Klartext: Die zunehmend milderen Winter in Folge der Erderwärmung und schwindende Gästezahlen machen dem beliebten Skigebiet in Österreich zu schaffen. So musste beim Landgericht in Salzburg Insolvenz eingereicht werden.
Der Betrieb rund um die begehrten Pisten soll vorerst fortgesetzt werden. Gläubiger können bis Ende Mai ihre Ansprüche anmelden. Doch stehen den Schulden in Höhe von rund 4,3 Millionen Euro nur Vermögenswerte in Höhe von rund 755.000 Euro gegenüber.
Laut Medienberichten will die Raiffeisen-Gesellschaft die Anteile von Gemeinde und Tourismusverband in Höhe von zusammen 89 Prozent übernehmen. Spekulationen über eine Fusion mit dem benachbarten Skigebiet Dachstein-West wurden aber zunächst zurückgewiesen. Priorität habe die wirtschaftliche Gesundung der Karkogelbahn. Erst eine nachhaltig sanierte Struktur könne Grundlage für weiterführende strategische Schritte sein, hieß es.
Die genossenschaftlich organisierte Raiffeisen-Gruppe spielt im ländlich und agrarisch geprägten Österreich eine starke Rolle.











