Umstrittene Rückkehr

Ski-Weltverband lässt russische Sportler wieder zu

02.09.2026 – 19:14 UhrLesedauer: 1 Min.

Danil Sadrejew: Der russische Skispringer könnte schon bald wieder an offiziellen Wettbewerben des FIS teilnehmen. (Quelle: opokupix via www.imago-images.de/imago-images-bilder)

Im Zuge des russischen Angriffskriegs in der Ukraine waren russische Athletinnen und Athleten auch im Wintersport gesperrt worden. Der FIS trifft nun eine umstrittene Entscheidung.

Der Ski- und Snowboard-Weltverband FIS erlaubt Sportlern und Sportlerinnen aus Russland sowie Belarus ab der Saison 2026/27 unter strengen Auflagen den Start im Weltcup und bei anderen FIS-Wettbewerben. Wie der Weltverband am Mittwoch mitteilte, müssen Athleten und Betreuern aus beiden Ländern unter anderem eine Neutralitätserklärung unterschreiben.

Das FIS-Council legte auf seiner Sitzung in Thun (Schweiz) fest, dass betroffene Athleten nur an Einzelwettbewerben teilnehmen dürfen. Dabei sind keinerlei nationale Symbole (Flaggen, Hymnen oder „Uniformen“) erlaubt. Damit könnten neutrale Sportler beider Länder nun bei den kommenden Weltmeisterschaften in Crans-Montana (Alpin/1. bis 14. Februar 2027) und Falun (Nordisch/24. Februar bis 7. März 2027) starten.

Sportlerinnen und Sportler aus Russland sowie Belarus waren seit 2022 wegen des Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine von wichtigen FIS-Wettbewerben ausgeschlossen. Ende 2025 hatten Russland und Belarus mit Klagen gegen die FIS vor dem Internationalen Sportgerichtshof Cas teilweise Erfolg. Danach durften überprüfte Athletinnen und Athleten beider Länder unter neutralem Status an FIS-Qualifikationswettkämpfen für die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo sowie an den Winterspielern selbst teilnehmen.

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