„Beschämend und nicht hinnehmbar“

Skandal in Bremen – Elitepolizisten müssen SEK verlassen


28.09.2026 – 00:25 UhrLesedauer: 1 Min.

Polizisten bei einem SEK-Einatz (Symbolbild): In Bremen wird die Eliteeinheit von einem Skandal erschüttert. (Quelle: IMAGO/EHL Media/Erik-Holm Langhof)

Eine Chatgruppe löst Aufsehen aus: Elitepolizisten sollen brisante Inhalte verbreitet haben. Das hat nun Konsequenzen.

Elitepolizisten aus Bremen sollen diskriminierende und sexistische Texte und Bilder in einer Chatgruppe geteilt haben. Zwei Kollegen des Spezialeinsatzkommandos (SEK) wurden daraufhin in andere Abteilungen der Polizei versetzt, wie ein Sprecher der Polizei Bremen mitteilte. Gegen sämtliche Mitglieder des Chats laufen disziplinarrechtliche Prüfverfahren. Zuvor hatte das Regionalmagazin „buten un binnen“ berichtet.

Wann und wie die Vorwürfe bekannt wurden, ist unklar. Auch zum genauen Inhalt äußert sich die Polizei nicht. Nur so viel: „Es handelt sich bei den bekannt gewordenen Inhalten um Äußerungen und Darstellungen, die für die Polizei Bremen nicht akzeptabel sind“, betonte der Sprecher. Nach Informationen von „Bild“ sollen auch Führungskräfte der Spezialeinheiten zu den Beschuldigten gehören. Bestätigt ist diese Angabe jedoch nicht.

Eva Högl: „Beschämend und nicht hinnehmbar“

Noch sei nicht absehbar, welche Konsequenzen den beteiligten Beamten drohen. „Die weiteren internen Prüfungen dauern an“, teilte die Polizei mit.

Innensenatorin Eva Högl sei informiert und begleite den Fall. Högl selbst äußerte sich bei „buten un binnen“: „Die Inhalte dieser Chatgruppe verletzen die Würde von Menschen. Das ist beschämend und nicht hinnehmbar“, so die SPD-Politikerin. Die Polizei Bremen habe entschlossen gehandelt und das Richtige getan.

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