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Home » Sinkender Wasserpegel legt vergessene Wracks frei
Leben

Sinkender Wasserpegel legt vergessene Wracks frei

MitarbeiterBy MitarbeiterJuli 30, 2026
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Sinkender Wasserpegel legt vergessene Wracks frei

Pegelstände auf Rekordtief

Dürre legt zahlreiche historische Relikte frei


30.07.2026 – 13:27 UhrLesedauer: 2 Min.

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Schiffswrack: In der Nähe der kroatischen Stadt Opatovac liegt dieser ehemalige Frachter auf dem Grund der Donau. (Quelle: IMAGO/David Jerkovic/PIXSELL)

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Die Dürre lässt Europas Flüsse und Seen schrumpfen. In der Donau tauchen plötzlich längst vergessene Schiffswracks auf, die teilweise Jahrzehnte alt sind.

In vielen Teilen Europas herrscht derzeit Dürre. Weil der Sommer bisher so heiß und Niederschlag rar war, sinken die Pegel vieler Seen und Flüsse immer weiter. Auch die Donau verliert immer mehr Wasser – und dabei kommen einige Objekte an die Oberfläche, die längst vergessen waren.

Schiffswracks ragen aus dem Wasser

Im südungarischen Mohács etwa hat die Donau das Wrack eines Kriegsschiffs aus dem Zweiten Weltkrieg freigegeben. Der Pegel des Flusses ist hier auf einen historischen Tiefstand gefallen – laut der örtlichen Wasserbehörde auf den niedrigsten seit 125 Jahren.

Ähnliches spielte sich rund 500 Kilometer flussabwärts ab. Bei Prahovo in Serbien sind die Überreste einer deutschen Kriegsflotte wieder sichtbar geworden, die 1944 beim Rückzug vor der heranrückenden Roten Armee selbst versenkt wurde. Historiker ordnen der damaligen Versenkungsaktion rund 200 Fahrzeuge zu – darunter bewaffnete Boote, Landungs- und Transportschiffe sowie Schlepper und Kähne.

Nicht nur Kriegsrelikte tauchen auf. Bei der kroatischen Stadt Opatovac ragt seit Kurzem das Heck eines weiteren Wracks aus dem Fluss. Einem Zeitungsartikel aus dem Jahr 1937 zufolge handelt es sich um den ungarischen Frachter „Fulton“, der damals auf dem Weg nach Novi Sad einen mit Kohle beladenen Lastkahn schleppte – und bei Opatovac aus bis heute ungeklärten Umständen sank.

Dieses Schiffswrack aus dem Zweiten Weltkrieg liegt im südungarischen Mohács.Vergrößern des Bildes
Dieses Schiffswrack aus dem Zweiten Weltkrieg liegt im südungarischen Mohács. (Quelle: Lakatos Peter/MTI – MTI)

Schifffahrt stark eingeschränkt

Die freigelegten Wracks sind nicht nur ein historisches Spektakel – sie verschärfen auch ein praktisches Problem. Beladene Schiffe laufen bei geringerer Wassertiefe schneller auf Grund, freigelegte Hindernisse engen den Manövrierraum zusätzlich ein.

Donaukreuzfahrten mussten an mehreren Stellen gestoppt werden, Touristen wurden mit Bussen weitertransportiert. Auch die Logistik leidet: Kähne und Tanker fuhren in Serbien zuletzt nur noch mit 30 bis 40 Prozent ihrer Kapazität.

Die Donau ist nicht der einzige europäische Fluss, der unter der anhaltenden Hitze leidet. Auch der Rhein nähert sich historischen Tiefständen. Am wichtigen Nadelöhr Kaub in Rheinland-Pfalz lag der Pegelstand am Donnerstag laut der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung bei 29 Zentimetern, bis Montag könnte er auf 26 Zentimeter fallen.

Experten warnen seit Jahren vor häufigeren und länger anhaltenden Dürreperioden – eine direkte Folge des Klimawandels. Früher glichen Gletscher in den Alpen trockene Phasen durch Schmelzwasser aus; diese Reserve ist inzwischen weitgehend aufgebraucht. Wetterextreme werden häufiger, die Auswirkungen für Wirtschaft, Umwelt und Verkehr immer spürbarer.

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