Auch wenn Lebensmittel nicht die einzige Ursache für hohe Cholesterinwerte sind, spielt Ernährung weiterhin eine Rolle für die Herzgesundheit. Fachgesellschaften empfehlen häufig eine mediterrane Ernährung mit viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Fisch und gesunden Pflanzenölen.
Besonders hilfreich können ballaststoffreiche Lebensmittel sein. Ballaststoffe binden im Darm Gallensäuren, die aus Cholesterin bestehen. Der Körper muss dann neue Gallensäuren bilden und verbraucht dafür Cholesterin aus dem Blut.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt täglich 30 bis 40 Gramm Ballaststoffe. Gute Quellen sind unter anderem:
Auch pflanzliche Öle mit Omega-3-Fettsäuren, etwa Lein-, Raps- oder Walnussöl, gelten als gesund für Herz und Gefäße.
Da hohe Cholesterinwerte lange keine Beschwerden verursachen, bleibt das Problem oft unbemerkt. Deshalb raten die Experten der Herzstiftung zu regelmäßigen Gesundheitschecks. Gesetzlich Versicherte können ab 35 Jahren alle drei Jahre einen kostenlosen Gesundheits-Check-up beim Hausarzt nutzen. Dabei werden auch Blutfettwerte bestimmt. Bei familiärer Vorbelastung oder bereits bekannten Fettstoffwechselstörungen kann eine frühere und engmaschigere Kontrolle sinnvoll sein.
Butter, Eier oder Käse allein sind nicht der Hauptgrund für hohe Cholesterinwerte. Entscheidend ist vielmehr ein Zusammenspiel aus genetischer Veranlagung, Lebensstil und Stoffwechsel. Um Herzinfarkt und Schlaganfall vorzubeugen, kommt es vor allem darauf an, erhöhte LDL-Werte früh zu erkennen und konsequent zu behandeln – die Ernährung spielt dabei auch eine wichtige Rolle.











