Berliner Stadtentwicklung

Siemensstadt Square: Fast doppelt so viele Wohnungen geplant

07.04.2026 – 10:08 UhrLesedauer: 1 Min.

Das Projekt Siemensstadt Square gehört zu den wichtigsten Stadtentwicklungsvorhaben in Berlin: Der Senat hat die Pläne geändert. (Quelle: Sebastian Gollnow/dpa)

Der Berliner Senat hat den Rahmenplan für Siemensstadt Square grundlegend überarbeitet. Was sich für das 76-Hektar-Quartier im Westen der Stadt jetzt ändert.

Der Berliner Senat hat den Rahmenplan für Siemensstadt Square beschlossen – und die Pläne deutlich ausgeweitet. Statt 2.000 sollen nun rund 3.750 Wohnungen entstehen, fast doppelt so viele wie bisher vorgesehen.

Das Quartier entsteht auf dem früheren Industriegelände der Siemens AG im Westen Berlins. Den ersten Spatenstich gab es 2024, fertig sein soll das 76 Hektar große Areal bis in die 2030er Jahre. Rund 40.000 Menschen sollen dort künftig leben und arbeiten.

Büroflächen werden dagegen reduziert. Weil die Nachfrage gesunken ist, sind die Büros in konzentrierter Form auf einen Campus nahe dem geplanten S-Bahnhof Siemensstadt geplant – vorgesehen für Unternehmen, Forschung und Zukunftstechnologien. Hinzu kommen Flächen für Industrie, Freizeit und Erholung.

Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) nannte den Beschluss einen wichtigen Meilenstein für das alte Gelände. „Wir wollen das Areal für die nächsten 100 Jahre aufstellen“, sagte sie.

Geplant sind außerdem eine Grundschule für 600 Schülerinnen und Schüler sowie zwei Kitas. Der Schulbau soll Anfang 2027 beginnen. Insgesamt fließen 4,5 Milliarden Euro in das Projekt, davon 750 Millionen Euro vom Siemens-Konzern.

Für das neue Viertel bleibt die Verkehrsanbindung eine zentrale Frage. Die Reaktivierung der Siemensbahn soll die Verbindung zur Innenstadt sichern. Die Deutsche Bahn strebt die Inbetriebnahme der Strecke früheren Angaben zufolge bis Ende 2029 an.

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