Raumriesen unter Strom

Sieben Sitze: Diese E-SUVs bieten viel Platz für Familien


14.04.2026 – 11:59 UhrLesedauer: 3 Min.

Hyundai Ioniq 9: Das große SUV benötigt Platz im Straßenraum, bietet aber auch viel davon für die Insassen. (Quelle: Hyundai/Thorsten Weigl/www.weigl.biz)

Der Markt für Elektro-SUVs wächst schnell, doch Familienmodelle gab es bislang selten. Die Hersteller reagieren mit neuen Konzepten: der Überblick.

Der Markt für elektrische SUVs wächst schnell, doch ein Teilsegment bleibt bislang dünn besetzt: echte Siebensitzer. Wer mehr als fünf Personen transportieren möchte, musste bisher oft Kompromisse eingehen – stärker, als es die Vielzahl an Modellen vermuten lässt.

Zwar gibt es große Elektroautos mit viel Platz. Doch häufig ist die dritte Sitzreihe eher eingeschränkt nutzbar. In vielen Fällen reicht sie nur für Kinder oder kurze Strecken. Alternativ führen die Optionen schnell in Richtung Nutzfahrzeug. Klassische Vans sind ebenfalls rar: Der VW ID.Buzz setzt stark auf Retro, während der Mercedes VLE in einer deutlich höheren Preisklasse spielt.

Die Gründe dafür liegen in den Anforderungen an Elektroautos. Große Batterien benötigen Bauraum, ebenso die Struktur für Sicherheit und Stabilität. Gleichzeitig sollen Reichweite, Effizienz und Ladeleistung stimmen. Eine vollwertige dritte Sitzreihe unterzubringen, ohne den Innenraum oder das Design einzuschränken, ist daher konstruktiv anspruchsvoll.

Inzwischen verändert sich die Ausgangslage. Neue Plattformen mit flach integrierten Batterien, langen Radständen und kurzen Überhängen schaffen zusätzliche Freiräume. Die dritte Sitzreihe wird damit häufiger zur real nutzbaren Option. Einige Beispiele zeigen die Bandbreite der aktuellen Entwicklung:

Mit einer Länge von 4,87 Metern und einem Radstand von 2,96 Metern bietet der Peaq deutlich mehr Raum als sein Pendant mit Verbrennungsmotor. Der Innenraum ist auf maximale Raumausnutzung ausgelegt, inklusive dritter Sitzreihe. Hinzu kommen ein großer Kofferraum sowie zusätzlicher Stauraum im Frontbereich (Frunk).

Technisch basiert das Modell auf einer weiterentwickelten Plattform. Geplant sind Leistungen zwischen 204 und 300 PS sowie Batterien mit 63 oder 91 kWh. Die maximale Reichweite soll über 600 Kilometer liegen, das Schnellladen von 10 auf 80 Prozent in unter 30 Minuten möglich sein. Preislich dürfte sich der Peaq im Bereich um 50.000 Euro bewegen. Premiere ist im Sommer.

Der GLB misst 4,73 Meter in der Länge und bietet je nach Konfiguration zwischen 480 und 1.715 Litern Ladevolumen. Auch eine Anhängelast von bis zu zwei Tonnen ist vorgesehen, ergänzt durch zusätzlichen Stauraum unter der Fronthaube.

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